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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schulpatenschaft mit Indien startet
Zwischenüberschrift:
Gymnasium "In der Wüste" besiegelt Zusammenarbeit mit Vertragsunterzeichnung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Heute werden die Verträge für eine Schulpatenschaft zwischen dem Osnabrücker Gymnasium " In der Wüste" (GIW) und der Father Agnel School im indischen Bhopal bei einem Festakt unterschrieben. Doch schon bevor es offiziell losgeht, engagieren sich die Schüler des Osnabrücker Gymnasiums stark für Projekte in Indien.

" Wir unterstützen das Ziegenprojekt äußerst gerne, und die Patenschaft ist eine tolle Sache", erklärte Jürgen Westphal, Direktor des Gymnasiums In der Wüste″, unserer Zeitung im Vorfeld des Festaktes. Währenddessen stand er auf dem Schulflur vor einer großen Glasvitrine, die über Indien und die Schulprojekte des GIW informiert. Denn auch wenn die Schulpatenschaft erst in dieser Woche offiziell besiegelt wird, setzen sich Schüler verschiedener Klassen schon seit Ende letzten Jahres für das Ziegenprojekt ein. " Wir haben Waffeln gebacken und verkauft", berichtete Fiona (14). Andere Schüler hätten in der Pause selbst gebackene Muffins oder Kuchen zu Geld gemacht, eine Gruppe von Eltern habe eine Versteigerung organisiert und andere Eltern, Großeltern, Freunde sowie Nachbarn hätten " heimlich Geld für das Ziegen-Projekt überwiesen", ergänzte Monika Wipperfürth, Lehrerin und Initiatorin der Schulpatenschaft.

Darum geht es: Gegen eine Spende von 50 Euro erhält eine indische Familie zwei Ziegen, die sie mit Milch versorgen. Dafür müssen die Familien das erste weibliche Kitz, das geboren wird, an eine andere Familie weitergeben. " Ich finde es gut, dass wir nicht Essen spenden", findet Marie (14).

Damit alle Schüler des Gymnasiums die Übersicht behalten, wie viele Ziegen sie schon gespendet haben, hat eine Klasse eine Reihe von bunten Papierziegen fabriziert. Bisher kleben 92 Stück, eine für jede gespendete Ziege, auf einem Plakat. " Die 93. schaffen wir auch noch", so Wipperfürth, die am liebsten bis zum heutigen Festakt 100 Ziegen beisammen hätte.

Denn natürlich werden die Schüler Pater Franklin, der die künftige Patenschule leitet, sowie seinem designierten Nachfolger Pater Attley die Vitrine zeigen. Außerdem stehen außer der Vertragsunterzeichnung noch ein schriftliches Grußwort des Schirmherrn und ehemaligen Bundespräsidenten, Horst Köhler auf dem Programm sowie Gespräche mit den indischen Besuchern.

Später werden sich die Schüler vor allem in den Fächer Religion, Werte und Normen, Englisch und Erdkunde mit dem Thema Indien befassen. " Und mir ist ganz wichtig, dass sich die Indienhilfe Deutschland, die die Kooperation betreut, für die Initiative Bildung gegen Armut einsetzt", so Wipperfürth.

Für die Zusammenarbeit spricht aus ihrer Sicht außerdem, dass es Ansprechpartner hier vor Ort, eine gemeinsame Kommunikationssprache und genügend Transparenz gibt. " Ich bin überzeugt von der Art der Hilfe", so die Lehrerin.
Bildtexte:
Mit dem Ziegenprojekt engagieren sich die Gymnasiasten bereits jetzt für Indien
Bhopal liegt im Zentrum Indiens im Bundesstaat Madhya Pradesh und hat 1, 8 Millionen Einwohner
Foto:
Uwe Lewandowski
Grafik:
Stepmap/ Köhler
Autor:
Claudia Sarrazin


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