User Online: 2 | Timeout: 07:30Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Johannisstraße ohne Busse: Na bitte, es geht doch
Zwischenüberschrift:
Sinn-Leffers-Geschäftsführer Brentrup fordert ein Umdenken
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Na bitte, es geht doch: Immer wieder hatte der Geschäftsführer von Sinn-Leffers, Klaus Brentrup, gefordert, die Johannisstraße vom Busverkehr zu entlasten. Mit der aktuellen Sperrung sieht er sich bestätigt. " Es funktioniert", sagt er.
950 Busse rollen an normalen Werktagen durch die Straße, die Teil des Umsteigepunktes Neumarkt ist. Die Passanten könnten die Straße nicht gefahrlos überqueren, meint der Sinn-Leffers- Chef: " Ältere Menschen haben mir schon gesagt, dass sie die Johannisstraße meiden wegen der Busse." Außerdem sei der Zustand der Straße " desolat".
Wegen der Neumarkt-Baustelle herrscht zurzeit Ruhe in der Johannisstraße. Die Busse weichen über die Süsterstraße und die Johannisfreiheit aus, die zu normalen Zeiten für den Verkehr gesperrt ist. " Es ist schön, eine Johannisstraße ohne Busse zu erleben", sagt Brentrup, " die Menschen gehen wieder auf die Straße." Er sehe diesen Test " ausgesprochen positiv".
Die Kundenfrequenz leide bisher wenig unter der Neumarkt-Sperrung und der Busumleitung. Die Zahl der Passanten sei geringer, aber den befürchteten Absturz habe es nicht gegeben.
Sehr kritisch beurteilt Brentrup weiterhin den Entwurf für das Einkaufszen trum in seiner Nachbarschaft. Der Investor habe versprochen, ein offenes Center zu bauen, das sich der Johannisstraße öffne. " Die letzten Planungen zeigen: Das wird kein offenes Center", betont er. Ohne einen südlichen Eingang würden die Kundenströme " falsch kanalisiert" und an der Johannisstraße vorbeigeführt. Auch das geplante Center-Parkhaus mit 475 Plätzen sieht Brentrup skeptisch. Dadurch werde das Parkhaus am Kollegienwall geschwächt, was sich wiederum unmittelbar auf Sinn-Leffers auswirke. Denn viele Besucher, die im Kollegienwall-Parkhaus ihr Auto abstellen, nehmen nach seinen Angaben zu Fuß den Weg durch Sinn-Leffers zur Johannisstraße. Es bleibe das " Geschmäckle", dass das Einkaufszentrum auf Kosten der Johannisstraße gebaut werde. Am Standort will Sinn-Leffers trotzdem festhalten. " Wir haben noch einige Jahre Mietvertrag", so Brentrup. Der Kampf werde aber nicht leichter.
Das bezieht er auch auf die Konkurrenz mit dem Internet. Viele Kunden informierten sich im Internet, kämen dann aber in den Laden, " um zu fühlen". Deshalb werde der stationäre Handel ganz sicher nicht sterben.

Bildtext:
Die Johannisstraße ist gesperrt.
Foto:
Swaantje Hehmann
Autor:
hin


Anfang der Liste Ende der Liste