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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kinder bauen Gewächshäuser
Zwischenüberschrift:
Dafür reichen ein Marmeladenglas und etwas Plastikfolie
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Gewächshäuser sind große Häuser aus Glas, in denen Pflanzen wachsen. Denkste. Die Kinder, die gestern beim Museum Industriekultur waren, haben sich ihre eigenen kleinen Gewächshäuser gebaut und brauchten dafür bloß Einmachgläser und alte Glaskonserven.
Mit dem Bollerwagen zogen die Mädchen und Jungen vom Museum Industriekultur mit der Biologin Sabine und der Ferienpass-Helferin Mia in den Wald und gingen auf die Suche nach Inhalten für ihre Gewächshäuser. Sie kamen mit Walderde, Moos, Blättern, Eicheln, aber auch Blattläusen zurück. Auch ganz kleine Tiere haben sie mitgebracht, die sie aber gar nicht gesehen haben: Bakterien. Die leben im Waldboden. " Die sind ganz wichtig für das Wachstum in den Gläsern", sagte Sabine. Die Pflanzen brauchen Kohlendioxid zum Leben und die Bakterien atmen Kohlendioxid aus. " So braucht ihr gar nichts zu tun", erklärte Sabine.
Plötzlich bekamen die Kinder Besuch von einem ganz anderen Tier, das ganz bestimmte Bewohner der Gewächshäuser mag: ein gelber Marienkäfer. Die kommen aus Asien und wurden vor 30 Jahren nach Europa eingeführt, um Blattläuse zu vertilgen. Der asiatische Marienkäfer hat nicht nur mehr Punkte als ein deutscher, er ist auch gefräßiger. Während die einheimische Art 50 Blattläuse pro Tag vertilgt, schafft der Verwandte aus Asien bis zu 270 Läuse pro Tag. Für Menschen ist er nicht gefährlich. Er kann aber unangenehm werden. Wenn er sich bedroht fühlt, sondert er ein gelbes Sekret ab. Und das stinkt.
In die Gewächshäuser der Kinder ist der gelbe Marienkäfer jedoch nicht eingezogen. Nachdem sie die Gläser mit Holzkohle, die dafür sorgt, dass die Erde nicht schimmelt, Waldboden, Pflanzen und Wasser befüllt haben, legten sie eine Plastikfolie über die Öffnung und verschlossen die Gewächshäuser. Sabine empfahl den jungen Züchtern, die Gläser auf die Fensterbank zu stellen, aber so, dass sie nicht ständig der Sonne ausgesetzt sind.
Spike (8) will Sabines Rat befolgen und das Glas auf die Fensterbank in seinem Zimmer stellen. " Ich will auch mal eine Pflanze haben", sagte er. Seine Mama habe ganz viele Aloe-Vera-Pflanzen im Haus.
Die Ferienpass-Aktion fand er klasse, auch weil er dabei im Wald ein Tier entdeckt hat, das er vorher noch nie gesehen hat: einen Berg-Molch mit einem orange farbenen Bauch und schwarzem Rücken mit blauen Punkten.

Bildtext:
Aus normalen Einmachgläsern bastelten sich Kinder am Museum Industriekultur Miniatur-Gewächshäuser.
Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
tw


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