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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Auch für den Westerberg noch exklusiv
Zwischenüberschrift:
Das teuerste Baugebiet der Stadt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das heutige Luftbild zeigt das Gelände der ehemaligen Karmann villa, in der Firmenpatriarch Wilhelm Karmann bis zu seinem Tod 1998 lebte.
Bis zu diesem Zeitpunkt war das 1, 7 Hektar große Grundstück von hohen Zäunen und Mauern umgeben; die Sicht auf die weitläufige Anlage war versperrt. Heute ist das anders: Das Gelände am Ende der Gutenbergstraße liegt zwar immer noch recht versteckt zwischen Bäumen und auch Mauern, ist aber nun frei zugänglich. Ein Investor hat es gekauft und in neun Parzellen für exklusive Einfamilienhäuser aufgeteilt. Dabei wurde nur etwa die Hälfte der gesamten Fläche zur Bebauung freigegeben. Die restlichen 8400 Quadratmeter sind Grünflächen, die das Areal umgeben. So besteht weiterhin eine optische und räumliche Trennung zwischen den neuen und den älteren Gebäuden, zahlreiche Linden und andere alte Bäume dürfen stehen bleiben. In der Vergangenheit gab es wegen der Bäume schon einige Querelen, als der Investor fünf davon ohne Genehmigung fällen ließ und dafür ein fünfstelliges Bußgeld zahlte.
Jürgen Wegmann wohnt am neu entstandenen Ursula-Karmann-Weg, benannt nach der Gattin des ehemaligen Eigentümers. Der langjährige geschäftsführende Gesellschafter der " Grafschafter Nachrichten" ist mittlerweile seit zwei Jahren im Ruhestand und hat im Mai die Penthouse-Wohnung über der Wohnung der Familie seines Sohnes bezogen.
" Ich bin alter Osnabrücker", sagt Jürgen Wegmann, auch wenn er zwischen Studium und jetzt fast 50 Jahre in verschiedenen anderen Städten verbrachte.
Hohe Qualität
Für seinen Ruhestand hat er sich mit dem Grundstück am Ursula-Karmann-Weg eine schöne Ecke ausgesucht, aber die exklusive Lage hat auch ihren Preis. Tatsächlich gilt das Gelände der ehemaligen Karmannvilla als teuerstes Baugebiet der Stadt. Laut Jürgen Wegmann lag der Quadratmeterpreis beim Kauf bei 790 Euro inklusive Erschließungsgebühren.
" Wir möchten Baumöglichkeiten von einer Grundstücksqualität schaffen, die wir innerstädtisch kaum noch haben", sagte der heutige Oberbürgermeister Wolfgang Griesert zum Thema, damals noch als Stadtbaurat. Die Qualität dürfte stimmen, aber bis die Wegmanns sie richtig genießen können, wird noch einige Zeit vergehen. Bis jetzt sind sie die einzigen Anwohner am Ursula-Karmann-Weg; alle anderen Grundstücke sind zwar ebenfalls verkauft, aber die Nachbarschaft befindet sich noch im Aufbau mit einigem Lärm muss man also vorläufig noch leben, und auf dem Grundstück nebenan beginnen die Arbeiten erst im Oktober. " Das dauert dann erst mal wieder ein Jahr", wie Jürgen Wegmann sagt. Auch das Anlegen des Gartens muss noch warten, weil das Wegmann′sche Grundstück nach Abschluss der Bauarbeiten anderthalb Meter tiefer liegt als das angrenzende. Solange der eigene Garten noch im Planungsstadium steckt, kann man aber im Notfall auch einfach rübergehen in den Botanischen Garten. Der Zugang ist nur wenige Meter entfernt (im Luftbild rechts oben unter den Bäumen), und die Anzahl interessanter Pflanzen ist von Privathaushalten kaum zu toppen.
Ein Fußgängerweg zwischen Ursula-Karmann-Straße und Lürmannstraße sei geplant, sagt Jürgen Wegmann, aber da noch nicht klar sei, was mit der ehemaligen Strahlenklinik passiert (Gebäude am unteren Bildrand), befinde sich das Projekt in der Warteschleife.
Das Luftbild-Motiv ist in der Geschäftsstelle von NOZ Medien an der Großen Straße in Osnabrück erhältlich. Ein Abzug im Format 20 x 30 cm kostet 14 Euro. Für das Format 40 x 60 cm werden 26, 50 Euro berechnet.

Am Ende der Gutenbergstraße (rechts im Bild) befand sich früher das Gelände der ehemaligen Karmannvilla. Jetzt entsteht dort auf neun Grundstücken ein neues Wohnviertel. Foto: Gert Westdörp

Schon weitgehend fertiggestellt, aber noch nicht bezogen ist dieser schöne Neubau (im Luftbild links der Bildmitte).

Links biegt man ab in die Ursula-Karmann-Straße, rechts beginnt der Weg, der den Botanischen Garten teilt.
Fotos:
Markus Strothmann
Autor:
Markus Strothmann


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