User Online: 1 | Timeout: 12:02Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadt baut Kanalradweg zum Piesberg
 
Stadt baut Radweg am Stichkanal
Zwischenüberschrift:
Der nächste Schritt zur Radlerstadt – Bisher 2,7 Millionen Euro investiert
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Radfahrer können bald am Kanal entlang zum Piesberg radeln. Die Stadt schließt eine drei Kilometer lange Lücke zwischen der Papierfabrik Alstrom und der Glückaufstraße. Der Radverkehr, so scheint es, gewinnt in der Autostadt Osnabrück weiter an Bedeutung.

Einen Trampelpfad direkt an der Kaimauer gibt es schon, er ist aber bislang den Mitarbeitern des Wasser- und Schifffahrtsamtes vorbehalten. In sechs bis acht Wochen soll die Radpiste aus wasserdurchlässigem, feinem Schotter fertig sein. " Pünktlich zum Bergfest Anfang September", wie Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz, beim symbolischen ersten Spatenstich sagte.

Der Stadtrat hatte vor der Entscheidung für den Radweg lange mit sich gerungen. Zunächst waren Kosten von 97 000 Euro veranschlagt worden, was der CDU zu viel war. 60 000 Euro werden jetzt veranschlagt.

Ein Problem stellte auch die Zellstoff-Umschlaganlage der Papierfabrik Alstrom (Kämmerer) dar, denn der Kranausleger kreuzt die künftige Radroute. Zwei- bis dreimal die Woche legen dort Binnenschiffe an, um jeweils etwa 1000 Tonnen Zellstoff zu liefern. Während der Entladezeiten, die jeweils etwa acht Stunden dauern, wird der Radweg durch zwei Tore abgesperrt, damit kein Radfahrer durch schwebende Lasten in Gefahr geraten kann. Der Kranführer kann durch Knopfdruck zwei Ampeln an der Römereschstraße und Brückenstraße auf Rot stellen. Das soll verhindern, dass Radfahrer sich während der Ladezeiten auf den Weg machen und plötzlich vor einem verschlossenen Tor stehen.

Die Radler können in Zukunft auf dem Weg von der Innenstadt zum Piesberg zwischen drei zum Teil autofreien Verbindungen wählen. Wenige Hundert Meter westlich verläuft der Haseuferweg, östlich durchquert seit 2013 ein Grünzug mit Fuß- und Radweg die ehemalige Winkelhausen-Kaserne.

Der Kanalradweg sei ein weiterer Baustein, um das Radwegenetz enger zu weben, sagte Stadtbaurat Frank Otte. Ziel der Stadt sei es, " eine Vielfalt von Wegen mit neuen Perspektiven und Einblicken" zu bieten.

Seit Inkrafttreten des Radverkehrsplanes 2005 hat die Stadt 2, 7 Millionen Euro in den Ausbau des Wegenetzes investiert, wie die städtische Radverkehrsplanerin Ulla Bauer auf Anfrage mitteilte. Nicht eingerechnet sind die Radwege, die bei einem Straßenneubau in einem Rutsch mit erneuert wurden. Wichtiger als der Neubau von Radwegen (wie an der Petrusallee und an der Leyer Straße) sei die radgerechte Umgestaltung von Verkehrsknoten. Dazu gehören die roten Aufstellflächen (ARAS) an den Ampeln, gestaffelte Haltelinien, indirektes Linksabbiegen und der zeitliche Vorsprung für Radfahrer an Ampeln. Der Rißmüllerplatz, die Dielingerstraße/ Kamp, der Otto-Brenner-Platz oder die Kreuzung Blumenhaller Weg/ Hiärm-Grupe-Straße wurden so in Form gebracht. Typisch für Osnabrück ist nach Angaben von Ulla Bauer, " dass diese Führungsformen und alle Radfurten an Einmündungen immer rot markiert sind". Der Radverkehrsplan folgt dem Grundsatz, dass Radfahrer auf der Fahrbahn sicherer geführt werden können als im Seitenbereich. Deshalb werden seit 2005 verstärkt Radfahrstreifen und Schutzstreifen auf der Fahrbahn angelegt wie auf der Bohmter Straße und Natruper Straße.

" Radfahrer werden in Planung und Gestaltung des Straßenraumes als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer ernst genommen", sagt Ulla Bauer. Mit Aktionen wie " Osnabrück sattelt auf" versuche die Stadt, Menschen zum Umsteigen zu motivieren. Der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr liegt laut Masterplan Mobilität von 2010 bei 12 Prozent. Ziel ist es, den Anteil bis 2025 auf 17 Prozent zu steigern. Ein Schwerpunkt der nächsten Jahre soll das Radparken in der City werden.

Osnabrück. Die Stadt schließt eine drei Kilometer lange Radweg-Lücke am Stichkanal. Radfahrer werden ab Spätsommer von der Innenstadt durch den Hafen bis zum Piesberg rollen können. Die Kosten für die geschotterte Strecke liegen bei rund 60 000 Euro.
Autor:
Wilfried Hinrichs


Anfang der Liste Ende der Liste