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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Am Tag der Umwelt viele Ideen im Museum am Schölerberg
Zwischenüberschrift:
Kinder erleben, wie aus Müll Spielzeug werden kann
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück . Viel Müll lag nun im Museum am Schölerberg herum. Doch das, was sonst in den gelben Sack gehört, hatte dort niemand einfach hingeworfen. Es wurde benutzt, um Spielzeug zu basteln. Am " Tag der Umwelt" lernten Kinder und Erwachsene in dem Museum, dass mit " Einfällen statt Abfällen", so das Motto des Tages, Geld gespart werden kann und der Strom nicht einfach nur aus der Steckdose kommt.
Mit klein geschnittenen Flip-Flops, einer Zeitung, Klebeband und Papier konnten sich Kinder einen Fußball basteln. " Der springt sogar", sagte Andrea Hein, Leiterin des Umweltbildungszentrums Osnabrück im Museum am Schölerberg, und ließ den Ball auf den Boden prallen. Tatsächlich: Er kam wieder hoch. Die Idee hinter der Bastelaktion sei es, die eigene Konsumhaltung zu hinterfragen, erklärte Andrea Hein. " Muss es immer die teure Puppe oder der teure Ball sein? Oder ist Spielzeug, das man sich selber macht, genauso gut?"
Sich selber Spielzeug zu basteln kann die Fantasie der Kinder anregen. Es kann aber auch notwendig sein. In der Ausstellung " Welt-Spiel-Zeug", die noch bis zum 3. August im Museum am Schölerberg zu sehen ist, wird gezeigt, wie sich Kinder in den armen Ländern dieser Welt mit viel Kreativität Spielzeug aus Müll basteln. Dies war ebenso Anschauungsunterricht wie die Schiffe und Portemonnaies aus Milchtüten oder die Spardosen aus PET-Flaschen, die im Museum in Workshops mit der Musik- und Kunstschule entstanden sind. Solche Workshops werden auch weiterhin angeboten (Infos unter www.museum-am-schoelerberg.de).
Neben dem Basteltisch stand ein Experimentiertisch. Hannes (12) und Tim (10) wuselten da rum und konnten sich gar nicht entscheiden, was sie zuerst machen. Wolfgang Potratz, Lehrer im Umweltbildungszentrum, erklärte ihnen, wie sie mit Licht oder Bewegung Strom machen können. " Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose", meinte Hannes. Dadurch, dass Hannes und Tim an Kurbeln drehten oder Solarzellen benutzten, haben sie Methoden kennengelernt, wie Strom erzeugt werden kann.
Dass Strom auch aus dem Garten kommen kann, demonstrierte Andrea Hein beim Gang durch den Museumsgarten. Dort stellte sie Energiepflanzen wie Kartoffeln, Mais oder die durchwachsene Silphie vor. Sie wird zwei Meter groß und erzeugt viel Biomasse. Unter anderem werden daraus Pellets zum Heizen hergestellt.
Der Tag der Umwelt wird seit 1972 in jedem Jahr am 5. Juni gefeiert. Vor 42 Jahren fand der erste anlässlich des Weltumweltgipfels in Stockholm statt. Auch daran erinnert der Tag der Umwelt. Im Museum am Schölerberg konnten die Teilnehmer basteln und experimentieren, sich aber auch im Magazin über verschollene Tierarten im Osnabrücker Land informieren und einen Film über das Bienensterben und die Auswirkungen auf die Menschheit sehen.

Bildtext:
Experimentieren und basteln konnten die Besucher im Museum am Schölerberg, wo der Tag der Umwelt gefeiert wurde. Hannes (links) und Tim machten Strom.

Foto:
Jörn Martens
Autor:
tw


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