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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Neumarkt wird ganz neu gemacht
Zwischenüberschrift:
CDU weiter gegen Zweispurigkeit
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Wulf-Siegmar Mierke (UWG) bemühte dieses eine Wort: historisch. " Man kann mit Fug und Recht von einer historischen Entscheidung sprechen", sagte der UWG-Vertreter, bevor er mit den Mitgliedern von SPD, Grünen, Linken, FDP, Piraten und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) den Arm für den Neumarkt-Bebauungsplan hob. " Und ich kann sagen: Ich bin dabei gewesen."

Der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan 525 beendet formell den viele Jahre währenden Planungsprozess und markiert den Beginn der konkreten Arbeit. Der wichtigste und von der CDU heftig kritisierte Eingriff ist die Reduzierung des Autoverkehrs auf zwei Spuren. Dieser Punkt und die Überbauung der Seminarstraße durch das geplante Einkaufszentrum machten den Bebauungsplan für die CDU unakzeptabel, sagte Anette Meyer zu Strohen. Die Entscheidung werde getroffen, ohne die " absolut negative Entwicklung" auf dem südlichen Wallring zu berücksichtigen. Der Wall sei schon heute an der Grenze der Belastbarkeit und werde überfordert, wenn der Neumarkt auf zwei Spuren verengt werde, warnte Meyer zu Strohen. Katharina Pötter verwies auf das Verkehrsgutachten, wonach fünf Kreuzungen auf dem Wall durch die Verlagerung des Verkehrs vom Neumarkt auf den Wall in den roten Bereich ihrer Leistungsfähigkeit gerieten. Diese Aussage kanzelte Volker Bajus (Grüne) als " bodenlose Frechheit" ab. Der Wall bleibe leistungsfähig und werde sehr wohl den Verkehr aufnehmen können.

Frank Henning und Heiko Panzer (beide SPD) warfen der CDU Blockadehaltung vor. " Wir haben die Kraft zu entscheiden", sagte Panzer, der der Verwaltung für die " gründliche Aufarbeitung und Abwägung" der Anregungen und Bedenken ein Lob zollte. Etwa 150 Einwendungen hatte es zum Bebauungsplan gegeben. Henning zeigte sich " sehr stolz", dass es der bunten Ratsmehrheit gelinge, den " städtebaulichen Missstand" endlich zu beenden. " Perspektivisch wollen wir den Neumarkt komplett autofrei machen", bekräftigte Henning, " auch dazu brauchen wir die Entlastungsstraße."

Kommentar
Die Zeit ist reif

Neun Jahre Arbeit stecken im Neumarkt-Bebauungsplan. Die Diskussion da rüber währt schon Jahrzehnte. Ideen und Konzepte, Bedenken und Sorgen, Träumereien und Wolkenkuckucksheime sind ausreichend erwogen und bewertet worden. Die Zeit ist reif für Taten.

Wenn in fünf Jahren der Platz eine ganz neue Qualität ausstrahlt, werden sich viele fragen: Warum hat das so lange gedauert? Weil sich am Neumarkt viele Interessen kreuzten und zum Teil diametral entgegenstanden. Weil wegen dieser widerstrebenden Interessen lange eine klare Funktionsbeschreibung für den Neumarkt fehlte: urbaner Platz mit Aufenthaltsqualität oder Verkehrsdrehscheibe? Die Entscheidung ist gefallen. Der Neumarkt kann jetzt mit weniger Autoverkehr, klaren Platzkanten, sicheren Radwegen, kürzeren Umsteigebeziehungen, neuen Einkaufsmöglichkeiten und einer angenehmen Gestaltung zum urbanen Platz und lebendigen Mittelpunkt der Stadt werden,
Autor:
Wilfried Hinrichs


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