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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Doppelt so viel Platz ist noch zu wenig
 
Mehr Stellplätze für Fahrräder
Zwischenüberschrift:
Stadt will Fahrradstellplätze in der City massiv ausbauen – Vorbehalte vom Einzelhandel
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Immer mehr Menschen fahren mit dem Rad in die Stadt auch zum Einkaufen. Mit der Folge, dass es in der Innenstadt zwar ständig um die 1400 geparkte Velos gibt, aber nur etwa 500 ausgewiesene Abstellplätze. Jetzt will die Stadt nachrüsten: Neue Anlehnbügel aus Edelstahl sollen her, um Platz für weitere 900 Fahrräder zu schaffen. Nicht alle Einzelhändler finden das gut.

Radfahrer akzeptieren nur kurze Entfernungen: Zwischen ihrem Parkplatz und dem Geschäftseingang sollten " nicht wesentlich mehr als zehn Meter liegen", erklärte der Verkehrsplaner Wolfgang Bohle vom Büro PGV Alrutz aus Hannover vor dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Bei ausgedehnten Shoppingtouren dürften maximal 200 Meter kalkuliert werden. Bohle hat im Auftrag der Stadt ein Konzept entwickelt, um die fehlenden Stellplätze unterzubringen, ohne die Fußgängerströme zu behindern.

Die Große Straße soll von Fahrradbügeln frei bleiben, aber in den Nebenstraßen will die Stadt aufholen. Zum Beispiel am Jürgensort, wo vor der Buchhandlung Thalia jetzt schon 40 Stellplätze zur Verfügung stehen. Diese Zahl müsse mindestens verdoppelt werden, sagt Verkehrsplaner Bohle. In seiner Skizze hat er fein säuberlich eingezeichnet, wo überall noch Fahrradbügel aufgestellt werden können. Demnach wird der Jürgensort künftig fast auf der ganzen Länge zur Fahrradbügelmeile nach Fertigstellung der Bauarbeiten an der Kamp-Promenade sogar beidseitig.

Es zeichnet sich jedoch ab, dass auch die Ausnutzung sämtlicher Potenziale in der City nicht ausreichen wird, um dem anhaltenden Fahrradboom Paroli zu bieten. Bohles Rezept: Dann könne die Stadt einzelne Stellplätze für Autos umwandeln und dort Fahrradbügel aufstellen. Das sei zwar eine charmante Idee, meinte Stadtbaurat Frank Otte, allerdings gebe es an den entscheidenden Stellen kaum Autostellplätze.

Das Konzept " Fahrradparken in der City" zielt vor allem auf die Nebenstraßen der nördlichen Fußgängerzone ab, also Nikolaiort/ Kamp, Herrenteichsstraße, Jürgens ort, Öwer de Hase, Uni-Bibliothek, Kamp-Promenade und Neumarkt. 45 000 Euro haben die Planer für die Umsetzung kalkuliert. Von den Politikern im Ausschuss gab es zwar breite Zustimmung, aus der CDU wurden aber auch Vorbehalte laut.

Einigen Einzelhändlern missfielen schon die vorhandenen Fahrradbügel vor ihren Geschäften, machte Ratsfrau Katharina Pötter geltend. Und nun sollten auf breiter Front zusätzliche Stellplätze geschaffen werden. Zunächst müssten intensive Gespräche geführt werden, forderte ihre Fraktionskollegin Anette Meyer zu Strohen. Deshalb solle die Abstimmung über das Konzept verschoben werden.

Dagegen wandte sich Stadtbaurat Frank Otte. Wenn erst das Votum von 40 Geschäftsinhabern abgewartet werde, lasse sich das Konzept nicht umsetzen. Selbstverständlich würden Gespräche geführt, aber nicht jedem Einwand könne die Verwaltung folgen.

Das sahen die Vertreter von SPD, Grünen, UWG/ Piraten und FDP im Ausschuss genauso. Am Ende wurde der Beschlussvorschlag einstimmig angenommen bei Enthaltung der CDU-Politiker.

Bildtext:
In einer langen Reihe stehen die Fahrräder vor der Buchhandlung Thalia. Es sollen noch viel mehr werden.

Foto:
Klaus Lindemann

Osnabrück. Parkende Fahrräder in der Innenstadt waren lange Zeit eine Randerscheinung, ihre stetig wachsende Anzahl macht sie zum Problem. Die Stadt will die Stellplätze in der City nun massiv ausbauen.
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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