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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wanderlust
Zwischenüberschrift:
Uralte Eichen und Schutzwälle
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. " Wandern", heißt es auf Wikipedia, " ist eine Form des Gehens über lange (mehrstündige) Strecken in der Natur." Aber warum nicht auch mal ins Grüne hineinwandern? Und schon in der Stadt loslaufen?

Über Hügel und durch Wälder verläuft auch der Weg vom Heger Tor zum Rubbenbruchsee und durch die Eversburger Landwehr. Die Tour startet an der viel befahrenen Kreuzung von Lotter Straße und Heger-Tor-Wall. Das 1817 zu Ehren der Osnabrücker Soldaten bei Waterloo gestiftete Tor lassen die Wanderer hinter sich und gehen an der Volkshochschule vorbei nach rechts in die Bergstraße hinein und hinauf. Denn jetzt geht es erst mal steil bergauf.

Das fühlt sich nach Bergwanderung an. Doch Schlappmachen gilt nicht. Denn schlimmer wird es nicht mehr. Vorbei an der Bergkirche geht es zum Bismarckplatz, wo die Bergstraße nach rechts abzweigt. Die Wanderroute führt aber weiter geradeaus und leicht nach rechts über die Edinghäuser Straße, die zum Fußweg wird.

Oben auf dem Westerberg kreuzen sich die Edinghäuser Straße und der Edinghäuser Weg. Mit einem Abstecher nach rechts kann Natur weltweit im Botanischen Garten mitgenommen werden. Zum Rubbenbruchsee geht es aber links den Edinghäuser Weg bis zu seinem Ende entlang: über die Fußgängerbrücke über die Caprivi straße, vorbei an zwei Bänken mit Blick auf die Stadt und in den Teutoburger Wald. Die Bänke werden übrigens von zwei Bäumen mit Namen umrahmt: Max und Moritz.

Nachhaltigkeit als Prinzip

Hinter der Kreuzung mit der Händelstraße liegt umstrittenes Gebiet. Hier wird möglicherweise eines Tages die Weststraße herführen. Noch gibt es aber die Allee, die in den Lieneschweg mündet. Nach rechts geht es aufs Parkhotel zu und dann gleich wieder links ins Heger Holz.

Der Wald ist Hoheitsgebiet der Heger Laischaft, die vor rund 300 Jahren hier begann, Bäume zu pflanzen. Heute ist der Forst das beliebteste Naherholungsgebiet der Osnabrücker. Frank Henrichvark, Wort- und Buchhalter der Heger Laischaft, kennt hier jeden Baum. Alle zehn Jahre wird aufgenommen, wie viel Holz auf einem Hektar wächst. Und das wird stetig mehr. Es werden zwar Bäume gefällt, doch auch wieder neue gepflanzt. " Nachhaltigkeit ist ein Prinzip der Forstwirtschaft", erklärt Henrichvark, " es wird weniger Holz entnommen, als im gleichen Zeitraum nachwächst."

Manche Bäume bleiben ganz von der Säge verschont. " Es gibt im Heger Holz 40 bis 50 Habitatbäume", sagt Frank Henrichvark. Dazu gehört auch die älteste Eiche im Heger Holz. Möglicherweise 280 Jahre alt sei die, so Henrichvark. Das hat eine Untersuchung aus den Neunzigerjahren gezeigt. Der Baum stammt somit aus den ganz frühen Tagen der Aufforstung.

Der Hauptweg durch das Heger Holz verläuft bis zum Rubbenbruchsee. Möglich wäre eine Umrundung des Gewässers, so wie es viele Ausflügler am Wochenende machen. Frank Henrichvark schlägt den Abstecher durch die Landwehr vor, den Hauptweg über die Kreuzung mit dem Barenteich entlang und an seinem Ende nach links, vorbei an der Minigolfanlage (rechts) und dem Rubbenbruchsee (links) gleich wieder rechts in die Eversburger Landwehr hinein.

Die Wälle, auf denen Bäume wachsen, haben historische Bedeutung. Im Mittelalter schützte die Stadt mit den Landwehren ihr Umland. Heute freuen sich Spaziergänger und Radfahrer über die grünen Überbleibsel des ehemaligen Frühwarnsystems. Nach 200 Metern ist aber schon Schluss. Dort geht es nach rechts auf die Straße An der Landwehr bis zur Leyer Straße. Nach rechts und knapp 400 Meter weiter ist das Ende der Wanderung mit zwei Gaststätten erreicht.

Bildtexte:
Über den Westerberg ins beliebteste Naherholungsgebiet der Stadt

Der Rubbenbruchsee entstand beim Bau der Autobahn 1. Nach Osten schließt sich das Heger Holz an, in dem Frank Henrichvark, Wort- und Buchhalter der Heger Laischaft, Hausherr ist.

Fotos:
Anne Reinert, Archiv/ Michael Hehmann
Autor:
Anne Reinert


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