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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Umdenken im Klassenraum: Der Letzte macht das Licht aus
Zwischenüberschrift:
Prämien für besonders klimafreundliche Schulen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Den Energieverbrauch an Schulen deutlich senken und gleichzeitig Kindern vermitteln, wie wichtig ein überlegter Umgang mit Ressourcen für die Natur ist: Auf beides zielt das " Pädagogische Prämienmodell" ab, das vom Bundesumweltministerium gefördert wird.
Das Immobilien- und Gebäudemanagement der Stadt Osnabrück hatte dieses Projekt initiiert und den " Verein für Ökologie und Umweltbildung in Osnabrück" mit der pädagogischen Umsetzung beauftragt. Besonders vorbildliche Schulen haben dafür im Friedenssaal des Osnabrücker Ratshauses neben Urkunden jeweils eine Prämie von 750 Euro erhalten, die ihnen nun zur freien Verfügung steht.
Bei weiterer Steigerung umweltschonenden Verhaltens kann sich der Betrag künftig noch auf 1500 Euro erhöhen. Allerdings ist das Projekt auch zum jetzigen Zeitpunkt bereits ein Schritt in die richtige Richtung und hat bei einigen kleinen Schülern für ein Umdenken gesorgt.
Stolz nahmen die jungen Repräsentanten ihrer ausgezeichneten Schulen Urkunden und die Prämie entgegen. Das Projekt habe einen Schwerpunkt auf der pädagogischen Arbeit gehabt, erklärte Projektleiter Henrik Peitsch. Den Kindern wurde zunächst spielerisch vermittelt, was Energie überhaupt sei. Am Beispiel eines Pinguins am Nordpol, dem immer wärmer wird, wurde anschließend versucht, den Klimawandel zu erklären. " Wir wollten, dass die Schüler die Wichtigkeit des Umweltschutzes wirklich verstehen und verinnerlichen, und nicht nur machen, was andere ihnen sagen", erklärte Peitsch.
Dazu wurde den Osnabrücker Grund- und Förderschulen einerseits ein Fragebogen vorgelegt, in dem bereits geschaffene strukturelle Voraussetzungen mit Punkten honoriert wurden. Kriterien waren dabei etwa, ob der sparsame Umgang mit Energie in der Schulordnung verankert ist oder bereits Energieteams aus Lehrern, Schülern und Eltern existieren. Andererseits wurden pro Klasse zwei Schüler durch das Projekt ausgebildet, die ihren Mitschülern Wichtiges erklärten und verantwortlich für die Einhaltung bestimmter Verhaltensweisen der Klasse waren. Beispielsweise kümmerten sich die Energiemanager darum, dass in den Pausen die Heizungen beim Stoßlüften aus, die Wasserhähne, auch auf den Toiletten, abgestellt waren und beim Verlassen des Klassenzimmers das Licht abgeschaltet wurde. Die siebenjährige Coralin Rosmikin berichtete: " Ich habe all meinen Freunden davon erzählt und versuche auch zu Hause, manchmal daran zu denken." Jonas Hötker, zehn Jahre alt, meint, nun auch im Fernsehen den Klimawandel besser zu verstehen. Und die elfjährige Marie Binder verfasste sogar einen Zettel mit den zu beachtenden Verhaltensweisen, den sie zu Hause aufgehängt habe. " Auf das Merkblatt habe ich auch geschrieben, dass der Fernseher und der PC immer richtig aus sein sollten."
Andreas Klöker vom Osnabrücker Immobilien- und Gebäudemanagement stellte für das Projekt die Daten zum Energieverbrauch der Schulen zu Verfügung. " Es ist wichtig, Kindern von Anfang an energiesparendes und umweltschonendes Verhalten beizubringen und ins Bewusstsein zu rufen."
Die erste Stufe der Prämie von 750 Euro würden viele der Schulen wahrscheinlich durchaus für Umweltprojekte nutzen, aber auch für Ausflüge. Gewinner sind die Grundschule Widukindland, die Heinrich-Schüren-Schule, die Kreuz-Grundschule, die Stüve-Grundschule, die Grundschule Schölerberg, die Grundschule Voxtrup, die Heiligenweg-Grundschule und die Montessori-Förderschule.

Bildtext:
Im Rathaus erhielten die kleinen Klimaschützer Urkunden und Geldprämien für die Klassenkasse.

Foto:
Gert Westdörp
Autor:
nmon


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