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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Wir wollen jetzt starten und unsere Versprechungen umsetzen"
Zwischenüberschrift:
Interview mit Projektentwickler Nils Perpeet – Investition von 130 Millionen Euro – Neue Marken für das Center
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Für den Vertrag mit der Stadt Osnabrück hat Projektentwickler Nils Perpeet auch im eigenen Haus " einige Hürden überwinden" müssen, wie er in unserem Interview sagt. 130 Millionen Euro will mfi Development am Neumarkt investieren.
Herr Perpeet, sind Sie mit dem Vertrag zufrieden?
Wir sind froh, dass wir nun nach langen Verhandlungen eine Einigung erzielen konnten. Der Vertrag berücksichtigt nun die Bedenken der Stadt, lässt uns aber auch notwendige unternehmerische Spielräume, um schließlich in Osnabrück rund 130 Millionen Euro zu investieren. Ich glaube, dass es auch für den Bürger sehr wichtig ist zu sehen, dass es nun vorangeht. Es sind nun schon drei Jahre nach unserem Einstieg in das Projekt vergangen. Wir wollen nun starten und zeigen, dass wir auch unsere Versprechungen umsetzen.

Die im Vertrag festgelegte Neuvermietungsquote lässt es nach Berechnungen von OB Griesert zu, dass im Extremfall nur zehn von 100 Ladenlokalen mit neuen Mietern belegt werden. Wäre das aus Ihrer Sicht denkbar?
Nein. Rein theoretisch lassen sich solche Zahlenspiele natürlich darstellen. Diese sind jedoch völlig unrealistisch. Es wird hierbei überhaupt nicht berücksichtigt, dass wir als zukünftiger Eigentümer und Betreiber des Centers selber das Interesse haben, das Center so attraktiv wie möglich zu machen, indem ein neues tolles Angebot neue Kunden nach Osnabrück lockt. Dies schaffen wir nur durch neue Marken. Dies hat auch die Cima, der Gutachter der Stadt Osnabrück, gefordert. So ist auch die Regelung einer Quote von 50 Prozent für neue Shops entstanden. Die Flächen werden bereits durch den Bebauungsplan und dessen Sortimentsbeschränkung geregelt.
Dass ein Centerentwickler eine Neuvermietungsquote von 50 Prozent der Läden oder der Fläche zugesteht, ist angeblich bundesweit einmalig. Setzt Osnabrück damit neue Maßstäbe?
Wir hoffen nicht. Wir haben sehr lange mit dieser Regelung gerungen und mussten im eigenen Haus auch einige Hürden überwinden. Letztendlich muss jeder Standort für sich bewertet werden.
Sie müssen nach Fertigstellung fünf Jahre stillhalten und dürfen nicht erweitern. Macht Ihnen das Schwierigkeiten?
Wir hätten uns natürlich gewünscht, dass wir jederzeit die Möglichkeit hätten, das Shopping-Center zu erweitern. Wir sind jedoch hier auf den Wunsch des Oberbürgermeisters eingegangen in der Hoffnung, dass er sich ebenso überwindet und dem Vertrag zustimmt. Leider hat es nicht geklappt.
Sie wollten sich nicht vertraglich darauf festlegen lassen, das Center nach der Fertigstellung langfristig selbst zu betreiben, obwohl Sie das immer zugesichert haben. Werden Sie das Center doch an einen anderen Betreiber abgeben?
Das Shopping-Center dauerhaft im Bestand zu halten entspricht nach derzeitiger Unternehmensstrategie den Zielen der mfi und des Mitaktionärs Unibail-Rodamco. Ich glaube, wir haben bereits mehrfach bewiesen, dass wir von dem Standort im Herzen der Stadt Osnabrück überzeugt sind. Letztendlich handelt es sich jedoch um eine Aktiengesellschaft, die auf den Markt und dessen Anforderungen reagieren und agieren können muss. Die Unternehmensanteile werden am Eurostoxx 50 gehandelt. Nach derzeitigem Wissensstand wird Unibail-Rodamco die Realisierung durch die mfi und die Haltung im Bestand bis zur erfolgreichen Einführung in den Markt durchführen. Ebenso ist geplant, das Shopping-Center darüber hinaus im Bestand zu halten. Eine Verpflichtung hierzu können wir jedoch aus oben genannten Gründen nicht im Rahmen eines Vertrages garantieren.
Welche Chancen sehen Sie, das Center doch noch besser an die Johannisstraße anzubinden?
Wir haben die Hoffnung, dass die Blockadehaltung einiger Eigentümer mit dem Satzungsbeschluss fällt. Letztendlich sollte spätestens dann bewiesen sein, dass wir das Shopping-Center auch ohne weitere Grundstücke an der Johannisstraße realisieren. Insofern ist mir wichtig, darauf hinzuweisen, dass wir schon heute eine sehr gute Anbindung an die Johannisstraße haben. An vier Stellen knüpfen wir an vorhandene Wegebeziehungen mit der Johannisstraße.

Bildtext:
Nils Perpeet, Projektentwickler der mfi Development GmbH.

Foto:
Uwe Lewandowski



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