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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
In Stein gefasste Kulturtradition
Zwischenüberschrift:
Verein Piesberger Gesellschaftshaus feiert runden Geburtstag
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Kultur soll Spaß machen. Kultur soll aber auch etwas bewegen." Imke Wedemeyer und Gunnar Kählke haben sich der Kultur verschrieben, präziser gesagt: der Kultur, wie sie in besonderer Form im Piesberger Gesellschaftshaus geschaffen wird mit viel persönlichem Engagement und immer wieder auf Wegen abseits ausgetretener Pfade.

Unterstützt werden sie von ambitionierten ehrenamtlichen Helfern, die sich 1994 im Verein Piesberger Gesellschaftshaus zusammenfanden. Der in diesem Jahr anstehende runde Geburtstag soll am Sonntag, 23. März, gefeiert werden. Eine Fotoausstellung dokumentiert das vielseitige Kulturschaffen auf dem Piesberg. Eingerahmt wird der Geburtstag von einem Kinderjazzkonzert mit Kapitän Quetsche und Schiffsjunge Tom Tröte um 11 Uhr und dem Piesberger Sonntagscafé von 12 bis 18 Uhr.

Dabei haben nicht nur Kaffe und Kuchen, sondern vielmehr auch die Kultur eine 143 Jahre alte Tradition im Gesellschaftshaus. Ausflugslokal, Treffpunkt für Bergleute und spätestens durch einen Saalanbau im Jahr 1897 als Treffpunkt für die Vereine aus Pye und Eversburg mauserte sich der Piesberg zum kulturellen Treffpunkt für die Osnabrücker.

Heute sind es ungefähr 50 000 Besucher jährlich, die das Angebot im und am Gesellschaftshaus nutzen. Zentraler Magnet ist sicherlich das Bergfest, das Jahr für Jahr allein etwa 10 000 Besucher anzieht.

Zunehmend entwickelt sich der Piesberg zu einer bedeutenden Kulturenklave im Stadtgebiet. Museum Industriekultur, die Eisenbahnfreunde und der Feldbahnverein tragen ihren Teil zum langsamen, aber stetigen Wachstum der Piesberg-Kultur bei. " Ich glaube, dass die Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen einen großen Teil des Erfolgs ausmacht", sagt Wedemeyer, die ausdrücklich die gute Nachbarschaft lobt.

Kein Kulturkonsum, vielmehr einen authentischen Kulturgenuss wollen Wedemeyer und ihre Mitstreiter auf dem Piesberg realisieren. " Uns ist es wichtig, dass die Menschen an der Kultur teilnehmen können." Und so sind denn auch viele Veranstaltungen und Angebote geprägt von der Partizipation eben jener, die das Gesellschaftshaus besuchen. Authentisch heißt auch, dass die performenden Künstler in spezifischen Projekten das besondere Umfeld in ihr Programm einbinden, wie es unter anderem das Osnabrücker Tanztheater schon getan hat oder es beim Freilauftheater stattfindet. Eine andere Form der Authentizität findet sich im Umgang mit den Künstlern wieder. Die wissen es zu schätzen, wenn sie wie zum Beispiel das Quartett Quadro Nuevo mit einem leckeren Auflauf bekocht werden. Für die international bekannten und gefragten Musiker ist eben das der Grund, warum sie nach einem Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall am nächsten Tag auf dem Piesberg konzertieren.

50 Prozent seines Budgets, mithin 150 000 Euro muss der Verein selber aufbringen. Drittmittel, Einnahmen aus Veranstaltungen und aus der Gastronomie halten den Verein und damit die Kultur auf dem Piesberg am Leben.

In diesem Jahr stehen neben der Ausstellung " Von null auf zwanzig" das Piesberger Freilauftheater mit einem Stück zum Internetkonsum, der Kulturflohmarkt, der Theateracker und natürlich wieder das Bergfest mit dem Thema " Tierisch alt" auf dem Programm das alles mit der typischen Handschrift der Piesberger Kulturschaffenden.

Bildtexte:
Die Ausstellung " Steinwalzer" im Alten Steinbrecher beschäftigte sich mit Zwangsarbeitern im Piesberg.

Beste Aussichten für das Freilauftheater.

Wo immer es geht, legen die Vereinsmitglieder wie hier bei der Renovierung des Saals selber Hand an.

Um das Jahr 1920 herum entstand diese historische Aufnahme des Gesellschaftshauses.

Fotos:
Piesberger Gesellschaftshaus

Autor:
Dietmar Kröger


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