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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bald kommen die Tiger in den Zoo
Zwischenüberschrift:
Neue Anlage kurz vor der Fertigstellung – Eröffnung am 7. April
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ab dem 8. April können die Zoobesucher eine neue Attraktion genießen: Dann ist die Tigertempelanlage fertig, die Tiger sind eingezogen, und den Gästen bietet sich ein imposanter Ausblick von der Besucherbrücke direkt in das Gehege.
" Die Zoohandwerker verputzen gerade die letzten Wände und den Aussichtssteg. Danach bearbeiten und färben sie noch die Mauern, sodass sie aussehen wie uraltes Gestein, wie beim Affentempel nebenan. Bis zu 30 verschiedene Farbnuancen in Grün, Beige oder Gelb lassen die Steine dann wie eine verwitterte Ruine aussehen", erläutert Detlef Gehrs, Gestalter der Themenwelt " Angkor Wat", die letzten Arbeiten. Wann genau die beiden Tiger eine Großkatze reist aus Warschau an, die zweite aus Paris im Zoo ankommen, steht noch nicht fest, wahrscheinlich aber noch in diesem Monat. Auf alle Fälle sollen sie sich bis zur Eröffnung in Osnabrück eingelebt haben.
Die Tigeranlage nimmt das Thema " Angkor Wat" des Affentempels auf, das am Menschenaffenhaus weitergeführt werden soll. Dabei stecken die " Kunsthandwerker" Carsten Hagemann, Thomas Klöcker, Peter Karthmann und Sven Dahlke angeleitet vom kroatischen Felsbauspezialisten Goran Marusic und seinem Assistenten Detlef Roling unendlich viel Liebe ins Detail.
So wurden zum Beispiel die Betonstufen zur Aussichtsbrücke nach dem Gießen eigens noch einmal mit Hammer und Meißel bearbeitet, um ihnen das bröckelnde Aussehen des mehrere Jahrhunderte alten kambodschanischen Originals zu geben.
Der Zoo hat 1, 1 Millionen Euro in die Tigeranlage investiert. Die Tiere können sich auf 1200 Quadratmetern plus weiteren 230 Quadratmetern für einen Mutter-Kind-Bereich tummeln, inklusive Swimmingpool. " Wir verwenden nun 33 Millimeter dicke Panzerglasscheiben, können so auf den Grünbereich verzichten und den Tieren 30 Prozent mehr Platz bieten", so Gehrs zu dem Platzgewinn. Damit seien die für die Tigerhaltung definierten europäischen Standards mehr als erfüllt.
Während im unteren Bereich der 5, 50 Meter hohen Mauern große Glasscheiben gitterfreie Einblicke ermöglichen, bringen die Handwerker eine Etage darüber Gitterunikate an: " Die rund 125 Gitter mit rautenförmigem Muster wurden von den Mitarbeitern nach asiatischem Vorbild in Handarbeit geschweißt. Sie sind verzinkt, damit sie nicht rosten, sehen jedoch dank Farbe sehr alt aus", berichtet Gehrs.
Parallel zu den letzten Handwerkerarbeiten rücken nun die Gärtner an: Damit die Anlage möglichst naturnah aussieht, säen sie Gras aus, pflanzen Sträucher und Bambusstauden ein und verankern Wurzeln im Boden. Die Bepflanzung sei mit Blick auf das Gefälle in der Anlage besonders wichtig, damit die Erde bei Regen nicht in dem fünf mal fünf Meter großen Schwimmbassin lande, so Gehrs.
Zu Pfingsten erhalten die zwei vom Aussterben bedrohten Sumatratiger noch Nachbarn: Siamangs, eine Gibbon-Art, und Binturongs, eine Schleichkatzenart. Der 380 Quadratmeter große gesonderte Bereich wird planmäßig erst nach der Eröffnung des Tigergeheges fertiggestellt.

Bildtext:
Sie geben bis zur Eröffnung noch einmal richtig Gas (v. l.): Thomas Klöcker, Georg Wiese, Carsten Hagemann, Sven Dahlke, Goran Marusic, Detlef Gehrs und Detlef Roling im zukünftigen Tigerschwimmbecken.

Die neue Tigertempelanlage im Zoo steht kurz vor der Fertigstellung.

Fotos:
Gert Westdörp
Autor:
Dietmar Kröger


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