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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadt schiebt große Theatersanierung an
Zwischenüberschrift:
Eine halbe Million Euro für die Planung – 15 Millionen für den Umbau?
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt geht die Sanierung des Theaters an. Der Finanzausschuss billigte 200 000 Euro für die ersten Planungsschritte. Weitere 300 000 Euro soll das Theater aus eigenen Mitteln beisteuern.

Eine halbe Million Euro allein für die Planung: " Warum muss das so teuer sein?", fragte FDP-Fraktionschef Thomas Thiele in der Ausschusssitzung. Die einfache Antwort von Finanzvorstand Thomas Fillep: Die Kosten orientieren sich an der Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen (VOF). Außerdem sei die Sanierung des denkmalgeschützten Altbaus hochkomplex und aufwendig. Das schlage sich eben auch in den Planungskosten nieder.

Nach einer ersten groben Schätzung ist mit Gesamtkosten von 15 Millionen Euro zu rechnen. Das Architekturbüro AGN aus Ibbenbüren veranschlagt allein zehn Millionen Euro für eine neue Haustechnik, Beleuchtung und Belüftung des Zuschauerraums. Fünf Millionen Euro soll der Brandschutz mit Meldeeinrichtungen, Notbeleuchtung, Notstromaggregat und Entrauchungsanlagen kosten. Ob tatsächlich 15 Millionen gebraucht werden, steht noch nicht fest. Auch die Finanzierung ist noch offen. Die Verwaltung hat den Auftrag, mit dem Landesministerium für Wissenschaft und Kultur Verhandlungen über einen etwaigen Landeszuschuss zu führen. Mit Innenminister Boris Pistorius soll über eine Lockerung der strengen Neuverschuldungsgrenze gesprochen werden, der die Stadt unterworfen ist.

Es wird noch mindestens zwei Jahre dauern, bis die Bauarbeiter anrücken. Wenn der Rat in seiner nächsten Sitzung dem Vorschlag des Finanzausschusses folgt, kann die Verwaltung auf die Suche nach einem Generalplaner gehen. Das geschieht durch eine öffentliche Ausschreibung. Dirk König, Leiter des Eigenbetriebs Immobilien, geht davon aus, dass bis Ende dieses Jahres feststeht, welches Architekturbüro die Planung übernimmt und die europaweite Ausschreibung der Bauarbeiten vorbereitet. Mit einem Baubeginn sei nicht vor den Sommerferien 2016 zu rechnen, so König. Er wies auch darauf hin, dass die Steuerung eines solchen Großprojektes zusätzliche personelle Ressourcen im Eigenbetrieb Immobilien erfordere.

Das Theater soll auch energetisch saniert werden. Michael Hagedorn (Grüne) und Fritz Brickwedde (CDU) legen Wert darauf, dass die Energiespareffekte später im städtischen Haushalt wirksam werden sollen. Im Klartext: Wenn das Theater nach der Sanierung weniger für Energie ausgeben muss, soll der städtische Zuschuss um diesen Wert reduziert werden.

Das Theater wird während der Umbauphase geschlossen sein. Als provisorische Spielstätte ist die Käthe-Kollwitz-Schule am Schölerberg im Gespräch. Für das Musiktheater wird nach einem Ausweichquartier gesucht.

Bildtext:
Das Stadttheater Osnabrück muss saniert werden.

Foto:
Archiv/ Gert Westdörp

Autor:
Wilfried Hinrichs


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