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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Diskussion geprägt von Doppelmoral
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur Berichterstattung über die geplante " Entlastungsstraße West", unter anderem zum Artikel " Konzert gegen die Westumgehung" (Ausgabe vom 1. Februar).

" Ich empfinde die Aktion im Blue-Note-Café und andere [. . .] Versuche zur Verhinderung der Entlastungsstraße als starken Tobak! Es klingt in meinen Ohren stark nach Doppelmoral, wenn überwiegend Menschen, die im Wissen der entstehenden bitter nötigen Entlastungsstraße ihr Häuschen an dem dafür vorgesehenen Acker günstig gekauft haben, so eine Veranstaltung organisieren und abfeiern. Leider fehlt nicht nur der umsetzbare Alternativvorschlag [. . .], um die katastrophale Verkehrssituation zu verbessern (, Brötchen holen mit dem Fahrrad wird′s schon richten!′). Auch folgerichtige Überlegungen, was mit dem Acker an der geplanten , Entlastungsstraße West′ passiert, wenn der irrsinnige Protest die Entlastung der Innenstadt behindert, werden auf Eimern herumkloppend ignoriert.

Ich persönlich glaube kaum, dass die Stadt, die dringend Geld für wichtige Dinge benötigt, auf dem reservierten Acker Bäume pflanzt und die Flächen nicht möglichst gewinnbringend nutzt. Da ist mir persönlich eine 6, 50 Meter breite Tempo-50-Straße mit Begrünung, Radweg und Lärmschutzmaßnahme [. . .] deutlich lieber als zum Beispiel ein neues großes Villenviertel, das zusätzlichen Verkehr für die arg gebeutelten angrenzenden Straßen bereitet und weder den Wall, die Lotter Straße noch irgendjemanden sonst entlastet! Darüber hinaus macht es mich wütend, dass sich die Gruppe als Umweltengel aufspielt und vom Radfahren schwadroniert aber billigend in Kauf nimmt, dass an der Gluckstraße Verkehrsverhältnisse herrschen, die nicht nur den Kindern das Radfahren aufgrund von permanenter Lebensgefahr abgewöhnen."

Mehr Bürger profitieren

" Es ist verständlich, dass viele Bürger, die vom geplanten Bau der Westumgehung nicht betroffen sind, diesem Thema und der vorgesehenen Abstimmung gemeinsam mit der Europawahl im Mai vielleicht uninteressiert gegenüberstehen. Wen das Thema aber interessiert, dem empfehle ich, folgende Straßen, die meines Erachtens von einer Westumgehung profitieren, einmal entlangzufahren: Hansastraße, Wallring vom Hasetor bis mindestens Heger Tor, Lotter Straße, Rheiner Landstraße, Albrechtstraße, Caprivistraße, Sedanstraße, Unterer Lien eschweg, Untere Artilleriestraße, Am Natruper Holz, Gluckstraße, Händelstraße und Mozartstraße. Die Anzahl der durch den Bau der Westumgebung entlasteten Bürger ist meines Erachtens ungleich größer als die der sicherlich stärker belasteten Anwohner der [. . .] 700 Meter Westumgehung. Zudem sind unter diesen nicht wenige, die erst in den letzten Jahren in die ehemaligen Engländersiedlungen gezogen sind und also wussten, dass die neue Umgehung eventuell auf sie zukommen würde."
Autor:
Johannes Lohmöller, Wilhelm Groneick


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