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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bauökologisch vorbildlich
Zwischenüberschrift:
Bundesumweltstiftung, Zentrum für Umweltkommunikation und Naturerbe-Neubau
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wie auf einer ruhigen Insel inmitten des Innenstadtverkehrs liegt " An der Bornau" so die geradezu lyrische Bezeichnung für das kurze zweispurige Verbindungsstück zwischen den beiden stadtauswärts führenden Tangenten Natruper (links) und Pagenstecherstraße (rechts) eine der größten Stiftungen Deutschlands, in Sachen Umwelt sogar die größte der Welt: die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).
Das parkartige Grundstück mit seinem wertvollen Baumbestand und der Villa am südlichen Ende, einst im Besitz der Familie des ehemaligen Oberbürgermeisters Carl Möller, beherbergt seit 1991 die im Jahr zuvor gegründete Institution, die sich selbst als " Umwelt-Problemlöser" charakterisiert. Die klassizistische Villa ist Amtssitz des Generalsekretärs Heinrich Bottermann, der vor wenigen Monaten dem langjährigen Amtsinhaber Fritz Brickwedde folgte.
1995 wurde das bis heute aufsehenerregende Verwaltungsgebäude bezogen, das mit Rücksicht auf eine Gruppe alter Buchen kreisförmig angelegt wurde, viel Licht und Luft in die Räume lässt und auch schon einmal als " Fünfzylinder" bezeichnet wird. Die bemerkenswerte Architektur mit Gründach, Lichthöfen und der erstmaligen Verwendung von Recyclingbeton im Hochbau, wie Verwaltungschef Michael Dittrich berichtet, ist sichtbares Zeichen der hier entwickelten ungewöhnlichen Ideen.
Denn die Umweltstiftung fördert wegweisende Projekte in Umwelttechnik und Umweltforschung inzwischen über 8600 einzelne Vorhaben mit einem Fördervolumen von insgesamt 1, 5 Milliarden Euro seit 1991. Insbesondere wird die Kreativität kleiner und mittlerer Unternehmen unterstützt, sowohl bei der praktischen Lösung von Umweltproblemen als auch bei der Entwicklung ökologischer Innovationen im Bereich der Produktionstechniken wie der Produkte selbst. Die Förderung des Naturschutzes gehört ebenso wie der Schutz wertvoller Kulturgüter vor schädlichen Umwelteinflüssen zu den zentralen Aufgaben der Stiftung.
Mindestens ebenso wichtig wie das Finden neuer Lösungen ist ihre Bekanntmachung und Verbreitung. Zu diesem Zweck gründete die DBU ihre Tochtergesellschaft, das Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK), das in dem rechteckigen Gebäude auf der rechten Grundstückshälfte logiert. Der 300 Quadratmeter große Konferenzraum bietet bis zu 200 Personen Platz und mit seiner Deckenhöhe von sechs Metern und dem transparenten Dach viel Freiraum. Besucher empfinden den Tageslichteinfall als sehr angenehm. Hier wird in Konferenzen und Ausstellungen intensiv am Wissensaustausch gearbeitet, am Transfer von Wissenschaft zu Wirtschaft und anderen Zielgruppen. Die ZUK-Mitarbeiter sind zudem Spezialisten in fachbezogener Öffentlichkeitsarbeit und kümmern sich intensiv um die Schulung der jungen Generation in Fragen des Natur- und Umweltschutzes. Und das so erfolgreich, dass der Platzbedarf für Ausstellungen und Büros wächst.
Hinzu kommt, dass eine weitere DBU-Tochter stetig prosperiert: Die Naturerbe GmbH, die zurzeit noch in einem angemieteten Bürogebäude an der Berghoffstraße untergebracht ist, verwaltet Naturschutzflächen in ganz Deutschland und fördert Naturschutzvorhaben. Dabei handelt es sich häufig um ehemalige Militärflächen, auf denen sich wertvolle Ökosysteme erhalten haben.
Für die Mitarbeiter der Naturerbe GmbH und für zusätzliche Ausstellungsflächen entsteht deshalb in Kürze ein weiterer Neubau auf dem Gelände. Auf dem Foto erkennt man oben eine lehmig-gelbe Fläche, auf der bis vor Kurzem noch ein Wohnhaus aus den 1950er-Jahren stand. Angrenzend an die Natruper Straße, wird hier auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern ein bauökologisch fortschrittlicher Holzbau nach Passivhausstandard entstehen, wobei, wie der Verwaltungschef versichert, die große Zeder und der Mammutbaum unangetastet bleiben sollen.
Dieses Motiv ist in den Geschäftsstellen der Neuen OZ in Osnabrück (Große Straße) und in Georgsmarienhütte (Am Rathaus 12) erhältlich. Ein Abzug (20 x 30 cm) kostet 14 Euro, das Format 40 x 60 cm 26, 50 Euro.

Bildtext:
Verschiedenste innovative Projekte in den Bereichen Umwelttechnik, Umweltforschung und Naturschutz, Umweltkommunikation und Kulturgüterschutz werden von Osnabrück aus gefördert. Auf dem DBU-Grundstücks wird in Kürze ein weiteres Gebäude entstehen.

Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Petra Pieper


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