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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nachhaltigkeit in der Schule für die Schule
Zwischenüberschrift:
Angela-Schüler beschäftigen sich mit Klimawandel, Recycling und ihrem Lernumfeld
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Nachhaltigkeit″ ist als Schlagwort in aller Munde. Angelaschüler der elften Jahrgangsstufe sind dem Begriff während eines Forumtags auf den Grund gegangen mit wissenschaftlichem Ansatz und auf breiter Front. Dabei spielte auch die Nachhaltigkeit schulischen Lernens eine hervorgehobene Rolle.

Die Organisatoren des Forumtages, Andrea Tullinghoff, Ansgar Biermann, Isa Rode und Catrin Stubbe, hatten neben Andreas Lienkamp, Professor am Institut für Katholische Theologie an der Uni Osnabrück, der das Impulsreferat hielt, weitere Referenten aus verschiedenen Bereichen eingeladen, die nicht nur die neun Workshops leiteten, sondern sich am Ende auch einer Podiumsdiskussion stellten.

Um möglichst allen Schülern die Themenfülle des gestrigen Tages zugänglich zu machen, entwickelten die Workshopteilnehmer zu den von ihnen diskutierten Aspekten der Nachhaltigkeit Posterwände, anhand derer sie ihren Mitschüler die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppen darzustellen vermochten. So ging eine Gruppe der Frage nach, was unser Konsumverhalten bestimmt und welche Auswirkungen es auf die Umwelt hat.

Auch die Frage nach dem Papierverbrauch des Einzelnen (laut Greenpeace sind das immerhin 260 Kilo pro Jahr) beschäftigte einen Workshop. Max Koch und Theresa Hune erläuterten ihren Kollegen, wie sich Papier einsparen lässt. Die Idee von Max Koch: " Auf dem Zettel mit der Physikhausaufgabe auf der Vorderseite lässt sich auf der Rückseite auch noch Deutsch unterbringen.″ Dieser eher humorige Ansatz für gelebte Nachhaltigkeit verdeutlicht, dass ein dauerhafter Schutz der Umwelt beim Individualverhalten anfängt. Die Themenvielfalt der Workshops reichte vom Recycling über nachhaltigen Tourismus bis hin zu " Spiritualität die vierte Dimension der Nachhaltigkeit″.

Aber Nachhaltigkeit betrifft eben nicht nur die Umwelt. Auch Schule braucht Nachhaltigkeit. Das jedenfalls sagt Justus Frye. Der Schüler präsentierte die Ergebnisse seines Workshops zum Thema " Nachhaltig lernen geht das? Die Antwort muss wohl lauten: " Ja, wenn die Bedingungen stimmen.″ Und die haben Frye und seine Mitschüler klar umrissen. Vor allem das " Bulimie-Lernen″, also das Hineinfressen des Lernstoffs, einzig um ihn zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder ausspucken zu können, ohne dass für den Schüler ein nennenswerter Mehrwert bleibt, ist einer der Kritikpunkte. Der zielt direkt auf das Turboabi nach acht Gymnasialjahren, in denen ein nachhaltiges Lernen nicht möglich sei. Zu viel Stress, zu wenig Wahlfreiheit, zu oberflächliches Lernen konstatierten die Schüler auf ihrem Poster. Als Gegenmaßnahmen und damit für nachhaltigen Unterricht forderten sie unter anderem die Qualitätssicherung der Lehrer, methodenreichen Unterricht und die Abschaffung von G8.

Dass Nachhaltigkeit unter den derzeit herrschenden Bedingung nicht einfach zu realisieren ist, haben Frye, der auch Mitglied der Schülervertretung des Angela-Gymnasiums ist, und seine Mitschüler im Zusammenhang mit der Diskussion um die Erhöhung der Unterrichtsstundenzahl für Lehrer erfahren. " Wir haben auch an der Demo im Schlosspark teilgenommen.″ Man habe, wenngleich für das Angela als Privatschule andere Voraussetzungen gelten würden als für staatliche Schulen, ein Zeichen setzen wollen, sagt Frye.

Bildtext:
An großen Postern erläuterten die Schüler die Ergebnisse aus ihren Workshops.

Foto:
Jörn Martens
Autor:
Dietmar Kröger


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