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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Inhalt:
Überschrift:
Ein eigener Schulwald für die IGS
Zwischenüberschrift:
Fünftklässler pflanzen Bäume – 30-jährige Kooperation mit Grundstückseigentümer vereinbart
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Rahmen in der Mensa der IGS Osnabrück war durchaus sehr feierlich. Die Schulband spielte das Lied " Elektrisches Gefühl" von Juli, zudem wurde ein eigenes Theaterstück einstudiert und ein Song passend zum Thema der Veranstaltung komponiert. Der Anlass war ein besonderer: Die Fünftklässler der Gesamtschule werden einen besonderen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem sie an einer brachliegenden Fläche in Atter einen Schulwald anpflanzen werden.

Dominik Freiherr Ostman von der Leye, auf dessen Grundstück sich das Areal befindet, hat dieses Projekt im Wesentlichen möglich gemacht. Für insgesamt dreißig Jahre stellt er der Schule die Fläche zur Verfügung. In dieser Woche konnte nun der Vertrag unterschrieben werden.

Das Projekt ist Teil der Aktion " Schulwälder gegen Klimawandel" der Stiftung Zukunft Wald, an der sich 30 Schulen in ganz Niedersachsen beteiligen. Den Schülern soll dabei ermöglicht werden, ein in Eigenverantwortung betriebenes Freilandlaboratorium einzurichten. Im Frühjahr sollen in dem Gebiet, das sich an der Düte in unmittelbarer Nähe zum Flugplatz in Atter befindet, die ersten Bäume gepflanzt werden. " Heute ist ein sehr schöner Tag. Heute kann nämlich der Grundstein für die Pflanzung eines Waldes gelegt werden", betonte Franz Hüsing, Direktor der Stiftung Zukunft Wald, vor der Vertragsunterzeichnung. Sein Dank galt nicht nur Freiherr Ostman von der Leye, sondern auch der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt finanziell unterstützt.

Das Besondere an dieser Aktion ist, dass es auf 30 Jahre angelegt ist. " Damit ist es das langfristigste Schulprojekt der Welt", betonte Hüsing. Als die Stiftung Zukunft Wald vor gut einem halben Jahr mit dem Vorschlag, einen Schulwald zu gründen, auf die IGS zugekommen sei, hätten sowohl die Schüler und deren Eltern als auch die Lehrer mit Begeisterung reagiert, erzählte Schulleiter Stefan Knoll. " Spontan haben sich auch vier Lehrer gemeldet, die das Projekt aktiv mit begleiten wollen", so Knoll. " Kinder lernen am meisten durch eigenes Tun. Sie können nun die Entwicklung eines Walds über einen langen Zeitraum erfahren und erforschen", betonte der Schulleiter weiter.

Franz Hüsing erklärte zwar, dass die Bereitstellung der Fläche als ein " wunderbares Geschenk" zu werten sei. Gleichzeitig wies er jedoch darauf hin, " dass ein Geschenk auch verpflichtet". So müssten die Schüler regelmäßig kontrollieren, was aus ihrem Wald geworden ist. Das Ziel dieses Projektes sei nicht nur darin zu sehen, dass sich die Fünftklässler für den Schulwald verantwortlich fühlen und dabei eine emotionale Bindung aufbauen. Vielmehr können sie einen großen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Hüsing geht davon aus, dass durch den Wald vier Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr gespeichert werden können. Darüber hinaus biete der Wald auch einen geeigneten Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen.

Ohne Freiherr Ostman von der Leye hätte die Aktion nicht realisiert werden können. Als Hüsing ihn gefragt habe, habe er nicht lange überlegen müssen, berichtete er. " Ich finde es gut, dass die Natur den Kindern nahe- gebracht wird", so der Spender der Schulwaldfläche. Eine besondere Überraschung für die Schüler hatte Alexander Bittner von der DBU parat. Er überreichte dem Schulleiter der IGS einen Koffer mit diversen Geräten, mit denen die Kinder unter anderem die Feuchtigkeit in ihrem Wald messen können. Nachdem Direktor Knoll, Franz Hüsing und Freiherr Ostman von der Leye den auf 30 Jahre befristeten Kooperationsvertrag unterschrieben hatten, wurde als symbolische Geste und als Erinnerung an diesen Tag vor der Mensa eine Stieleiche gepflanzt.

Bildtexte:
Die Kooperation wird besiegelt (von links): Franz Hüsing, Freiherr Ostman von der Leye und Stefan Knoll unterzeichnen den Vertrag.
2071855
Symbolische Geste: Vor der Mensa wird eine Stieleiche gepflanzt.

Fotos:
Michael Gründel

Autor:
Christian Lang


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