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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Regencape für den Piesberg
Zwischenüberschrift:
Bauabschnitt vier zur Stilllegung gestartet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der vierte Bauabschnitt zur Stilllegung der Osnabrücker Deponie am Piesberg hat begonnen. Er soll 2016 abgeschlossen werden und kostet 1, 7 Millionen Euro.

Zunächst beginnen die Bauarbeiten am westlichen Ende der ehemaligen Zentraldeponie mit der Abdichtung der Oberfläche. Projektleiter Rudolf Hellmer vom Osnabrücker Servicebetrieb berichtete, dass zunächst Bohrungen zur Deponiegaserfassung stattfinden. Im westlichen Teil der ehemaligen Deponie werden derzeit zwei rund 30 Meter tiefe Löcher gebohrt.

In diese Löcher werden spezielle Kunststoffrohre eingeführt, durch die das als Brennstoff nutzbare Deponiegas abgesaugt wird. Die mit den Bohrungen beauftragte Firma BDS aus Neufahrn bohrt überdies in den 1999 und 2001 abgedichteten nordwestlichen Deponiebereichen zwei weitere rund 60 Meter tiefe Löcher, um die Deponiegasgewinnung dort zu verbessern.

Die Abdichtung des ehemaligen Müllbergs am Rande von Pye hat den Zweck, dass kein Wasser mehr in den Deponiekörper eindringen kann. Denn bis etwa 2035, so rechnen die Experten, muss dieses Wasser, das beim Durchfließen im Inneren des riesigen Abfallhaufens Schadstoffe aufnimmt, beim Austritt erfasst
und aufwendig gereinigt werden. Bevor der Betrieb der Zentraldeponie aufgenommen wurde, war der Boden des ehemaligen Steinbruchs 1975 zum Schutz des Grundwassers mit Ton und Kunststoffdichtungsbahnen versiegelt worden. Zum Ende wird die Deponie mit mehreren Schichten abgedeckt.

Der vierte Bauabschnitt erstreckt sich über eine Fläche von rund 12 000 Quadratmetern. Wenn der 2016 abgeschlossen ist, so Diplom-Ingenieur Hellmer, werde insgesamt eine Fläche von 162 000 Quadratmetern mit einer 2, 5 Millimeter dicken Kunststoffdichtungsbahn abgedichtet sein. Auf diese Kunststoffbahn wird in mehreren Abschnitten Erdreich aufgetragen werden, das später auch mit Büschen und Bäumen bepflanzt werden soll. Die gesamten Nachsorge- und Rekultivierungsarbeiten an der Zentraldeponie Piesberg werden bis 2045 dauern und 75 Millionen Euro kosten.

Nach einem Beschluss des Rates soll der Deponie-Standort Piesberg bis ins Jahr 2037 aufrechter halten werden. Allerdings werde auf dem Gelände jetzt nur noch Grünabfall kompostiert und Sonderabfall oder sonstiger Müll von Kleinanlieferern entgegengenommen.

Bildtexte:
Horst Weber von BDS Neufahrn an einer Bohrstelle.
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Das Gelände am westlichen Ende der Deponie Piesberg (rot markiert) wird jetzt abgedichtet
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Noch dampfen hier die Komposthaufen.

Fotos:
Klaus Lindemann/ Gert Westdörp/ Grafik Matthias Michel
Autor:
Michael Schwager


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