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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neumarkt hui, Neustadt pfui
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel " Wasserfontänen für den Neumarkt Berliner Büro Lützow 7 gewinnt den Gestaltungswettbewerb der Stadt" (Ausgabe vom 4. Dezember)

" Wer immer sich heutzutage etwas , Schönes und Lebendiges′ für die Allgemeinheit im städtischen Freibereich vorzustellen wagt, zumal auch noch mit dem Element , Wasser′, der gilt als weltfremder Träumer oder potenzieller Verschwender von Steuermitteln, , Trockenlegung′ ist allenthalben die Devise (und gar nicht mal nur (, in der Wüste′)! Dies kommt mir, als noch immer (gefühlt) erst relativ , kurz′ (11 Jahre) in Osnabrück Lebender hinsichtlich meiner alten Heimatstadt Würzburg (Unterfranken/ Bayern, bekanntermaßen , the Osna brueck tramway revival dreamer′s dream city′) nur allzu bekannt vor, denn dort verhängte man, so um und nach meinem Wegzug, das heißt ab circa 2002, unter dem Druck der seinerzeit eher prekären städtischen Finanzverhältnisse (Wirtschaften mit Not-Haushalt, unter Kontrolle des Landes Bayern) ein , Trockenlegungs-Gebot′ beziehungsweise ein , Sprudel-Verbot′ für sämtliche städtischen Brunnen (außer dem zentralen und sehr bekannten , Vierröhrenbrunnen′), natürlich , aus Kostengründen′.
Zaghaft hiergegen Protestierenden hielt man stets die , finanzielle Lage′ (bekanntermaßen längst ein wohlfeiles Totschlag-Argument) vor Augen und bot ihnen an, eine , Brunnen-Patenschaft′ (!) zu übernehmen und für den Unterhaltungsaufwand selbst aufzukommen. Diese harte Maßnahme traf gnadenlos auch so altehrwürdige Brunnen wie den , Chronosbrunnen′ in Sichtweite der , UNESCO-Weltkulturerbe-Residenz, er stammt aus dem 18. Jahrhundert, oder den beeindruckenden , Kiliansbrunnen′ (19. Jahrhundert) auf dem Bahnhofsvorplatz (dieser ist mittlerweile jedoch tatsächlich grundsaniert und wieder in Betrieb, wie durch meine ganze Kindheit und Jugend hindurch so gewohnt).
Und auch in Würzburg gab es einen (zunächst) so schönen, modern und mit etlichen Wasserspielen besetzten Platz (am , Unteren Markt′), der im Sommer immer so voller Leben war heute sind alle Brunnen längst abgebaut, nachdem sie circa zehn Jahre lang in die notorischen , Blumenbeete′ umgewandelt worden waren (versteht sich ...), und dort steht heute gar nichts mehr, außer einem neuen, ziemlich hässlichen und rein dem Kommerz dienenden Stück , moderner Architektur′ welch eine Verarmung! Die Stadtgeschichte und , Stadt-Geschichten′ Würzburgs und Osnabrücks gleichen sich bisweilen schon fast beängstigend – , hoher Wiedererkennungswert garantiert!′"

Bildtext:

Der Siegerplan zur zukünftigen Neumarktgestaltung. Autos kommen hier nicht vor: Der Entwurf zeigt den Blick auf das Landgericht und das geplante Einkaufszentrum am Neumarkt.

Repro:
Jörn Martens
Autor:
Otto Weber-Niebuer


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