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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neues Leben für toten Arm der Hase
Zwischenüberschrift:
AG-Naturschutzjugend pflanzt 20 Kopfweiden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wallenhorst. Wer am Samstagmorgen in Hollage am Stichkanal entlang spazierte, konnte auf Höhe des toten Arms der Hase zehn emsig arbeitende junge Menschen beobachten. Unter fachkundiger Anleitung von Naturschützer Friedhelm Scheel pflanzten sie gemeinsam 20 Kopfweiden.
Die aus dem Tecklenburger Land stammende AG-Naturschutzjugend der ANTL (Arbeitsgemeinschaft Natur Tecklenburgerland) ist in Wallenhorst nicht unbekannt. " Seit 2003 arbeiten wir eng mit der Gemeinde im Rahmen unseres Steinkauzschutzprojektes zusammen", erklärte Scheel.
Viele Aktionen habe man bereits gemeinsam unkompliziert umgesetzt, immer mit dem Ziel im Auge den Steinkauz der in Niedersachsen nur selten vorkommt über die Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen hinaus anzusiedeln.
Regelmäßig setzt Scheel aus diesem Grund gemeinsam mit freiwilligen Helfern der Naturschutzjugend Steinkauzröhren und Kästen. Auch die aktuell in den Hasewiesen gesetzten Kopfweiden sollen in ein paar Jahren dieser kleinen Eulenart als zu Hause dienen. " Die Tiere finden in den hohlen Stämmen der Kopfweiden Unterschlupf und Nistgelegenheiten", erklärte Scheel.
Auch für viele Insektenarten, die sich an Rinde, Blättern und Trieben ansiedeln, sei dieser Baum ein optimaler Lebensraum. " Man könnte fast sagen ein Insektenhotel", meinte der Naturschützer. Bevor Steinkauz und Co. ihre neuen Domizile an der Hase beziehen können, wird noch einige Zeit vergehen.
Der erste Schritt ist jedoch getan. " Wir haben den ganzen Morgen die Kopfweidenstecklinge gesetzt", sagte die zwölfjährige Luisa Heithecker. Gemeinsam mit Anna Lobenberg (12 Jahre) nahm sie zum ersten Mal an einer solchen Aktion teil und zeigte sich total begeistert.
Wichtig sei es, beim Pflanzen zuerst ein kleines Loch zu graben. Danach müsse man mit dem Erdbohrer weiterarbeiten und solange drehen, bis man auf Grundwasser stoße. " Dann ist das Loch tief genug", sagte Anna.
Im Anschluss an die Erdarbeiten setzten die beiden jungen Damen mit vereinten Kräften einen etwa zwei Meter langen dicken Kopfweidenast ein und füllten das Loch mit Erde wieder auf. " Der Rest kommt von selbst", erklärte Scheel den jungen Naturschützerinnen.
Ab April schlage der Baum dann erst aus und habe bis dahin auch schon Wurzeln gebildet. " Und jetzt sind wir fertig", meinte Scheel zufrieden, als auch der letzte Baum seinen Platz gefunden hatte und sein Blick stolz über die Schar seiner jungen Helfer glitt.

Bildtext:
Mit vereinten Kräften legten die jungen Naturschützerinnen Luisa Heithecker und Anna Lobenberg Hand an und halfen Friedhelm Scheel.

Foto:
Jessica von den Benken


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