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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Teppich aus Beton über den Neumarkt
Zwischenüberschrift:
Neue Ausstellung zeigt die Wettbewerbsentwürfe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 14 Gestaltungsvorschläge wurden für den Neumarkt-Wettbewerb eingereicht. Dass am Ende das Berliner Team Lützow 7 mit Cornelia Müller und Jan Wehberg das Rennen machte, lag vor allem an dem dezent gestreiften Betonteppich, der beide Seiten des Platzes verbinden soll. Eine Ausstellung im Foyer des Dominikanerklosters zeigt die Wettbewerbsentwürfe bis zum 10. Januar.
Oberbürgermeister Wolfgang Griesert äußerte sich am Donnerstag zuversichtlich, dass der Neumarkt " in absehbarer Zeit" zu einem " erlebbaren Raum" umgestaltet wird. In der Ausstellungseröffnung wies er da rauf hin, dass es sich um den ersten Gestaltungswettbewerb handle, der sich den Oberflächen des Neumarkts widme.
Stadtbaurat Frank Otte wies darauf hin, dass viele der eingereichten Arbeiten die Fahrbahn deutlich hervortreten ließen. Eine kleine Gruppe von Bewerbern, da runter das Siegerteam, lasse die Funktionstrennung zwischen Fahrbahn und Aufenthaltsbereichen jedoch kaum sichtbar werden. Als Kontrast dazu verwies er auf Platz 5. Bei diesem Entwurf des Dresdner Landschaftsarchitekten Jens Rossa vom Büro r+ b dominiert das Asphaltschwarz schon auf den ersten Blick. Auf den zweiten wird deutlich, dass es sich bis in die Randzonen zieht.
Bei der Betrachtung der ausgestellten Arbeiten fällt auf, dass nicht nur das Berliner Büro Lützow 7 Wasserspiele favorisiert. Auch andere Teams setzen auf das nasse Element, um die Ohren und Augen der Passanten vom Straßenverkehr abzulenken. Architekt Jan Wehberg von Lützow 7 wies darauf hin, dass die in seinem Entwurf vorgeschlagenen Wasserfontänen im Hinblick auf Folgekosten unproblematisch seien. Die Technik sei nicht komplizierter als bei einem Gartenschlauch.
Lärm und Dynamik
Straßencafés mit Blick auf vorbeifahrende Autos, Lastwagen und Busse manche Menschen bezweifeln, dass ein solches Miteinander am Neumarkt funktioniert. Das im Wettbewerb zweitplatzierte Team von Sinai Landschaftsarchitekten aus Berlin nähert sich dieser Problematik mit einer Frage: " Ist es denkbar, dass Lärm und Hektik des Verkehrs positiv überlagert werden und gelesen werden können als Bewegung und Dynamik eines vitalen Stadtraums?"
Die Antwort gibt Sinai natürlich auch: " Fallende Wasser und wanderndes Licht" sollen den " Stadtteppich" des Neumarkts prägen. Zu den Beleuchtungselementen gehören ins Pflaster eingelassene LED-Streifen. Auch Sinai arbeitet mit einem Wasserspiel, allerdings etwas dezenter als das im Entwurf des Siegerteams Lützow 7.
Beim drittplatzierten Entwurf von Häfner/ Jimenez aus Berlin stand die Wiederherstellung des historischen Raumbildes um 1900 mit einer " freien Mitte" im Zentrum der Überlegungen. Auffallend ist die Gestaltung des Busbahnhofs mit einem markanten Bauwerk, das sich mit etwas Fantasie als ebenerdiger Tunnel beschreiben lässt.
Die Ausstellung im Foyer des Dominikanerklosters (Hasemauer 1, 1. Stock) ist bis 10. Januar während der Bürozeiten (9 bis 17 Uhr, freitags bis 13 Uhr) zu besichtigen.

Bildtexte:
Asphaltschwarz schon auf den ersten Blick: Der Entwurf des Dresdner Landschaftsarchitekten Jens Rossa vom Büro r+ b kam auf Platz 5.

" Das historische Raumbild um 1900 im Blick: Der dritte Preis ging an das Berliner Büro Häfner/ Jimenez.

" Fallende Wasser und wanderndes Licht" als Gestaltungselemente: Der 2. Preis ging an das Büro Sinai aus Berlin.

Der 1. Preis: Cornelia Müller und Jan Wehberg (rechts) von Lützow 7. Foto:

Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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