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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mehr Züge für den Kreis, E-Busse für Osnabrück
Zwischenüberschrift:
Ohne Stadtbahn: Kreispolitiker stimmen Nahverkehrsplan zu
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Ausschuss für Planen und Bauen des Landkreises Osnabrück hat sich für die Annahme des neuen Nahverkehrsplans für die Stadt und den Landkreis Osnabrück ausgesprochen. Sollte der Kreistag den Plan Mitte des Monats beschließen, wird in den kommenden fünf Jahren das E-Bus-System verfolgt, nicht die Stadtbahn. Diese Entscheidung sorgte bei den Grünen für Unmut. Sie enthielten sich bei der finalen Abstimmung.
Rolf Gelinsky (CDU) hatte seinen Wortbeitrag im Vorfeld extra zu Papier gebracht. Er verlas: " Uns ging es bei der Gestaltung des Nahverkehrsplans um Bus und Bahn." Trotzdem flammte am Mittwoch die Diskussion um die Einführung einer Stadtbahn in Osnabrück erneut auf. Auslöser waren die Änderungen der rot-grünen Landesregierung am Güterfernverkehrsgesetz (GFVG).
Bis 2017 ist eine schrittweise Umkehr des Verteilungsschlüssels zugunsten des öffentlichen Personennahverkehrs und zulasten des Straßenbaus geplant. In diesem Jahr gingen 40 Prozent der Fördergelder (49, 4 Millionen Euro) an den Nahverkehr, in vier Jahren sollen es 60 Prozent (74, 1 Millionen Euro) sein. Das machte Jürgen Ebert (Grüne) stutzig. In den Gesprächen mit der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) habe es immer geheißen, dass die Stadtbahn wegen fehlender Zuschüsse nicht finanzierbar sei. " Wenn ich das Gesetz jetzt lese, steht da: Wenn wir was vom Kuchen wollen, müssen wir so viel Schiene bauen wie möglich", sagte Ebert. Er fühle sich falsch informiert.
Stadtbahn nicht rentabel
Stephan Rolfes von der Planos widersprach Ebert. Der Nahverkehrsplan regele, was aktuell finanziert werden könne. Das seien die E-Busse. Die Stadtbahn könne nach bisherigen Erfahrungen nicht kostendeckend betrieben werden, sodass es keine Fördergelder gebe. Man dürfe das Projekt aber nicht aus den Augen verlieren, sagte Rolfes. Kreisrat Winfried Wilkens (SPD) sagt in Richtung Ebert: " Lassen Sie uns Dinge nicht nur machen, weil es einen Zuschuss gibt, sondern weil sie sinnvoll sind."
Ernst-August Hoppenbrock (CDU) wurde deutlicher: " Ich bin dafür, die Idee zu versenken." Diese Äußerung rief Robert Lorenz (Grüne) auf den Plan, der den verhinderten Florian Zimmeck vertrat. Die Stadtbahn-Idee zu versenken sei " das Dümmste, was man sagen kann". Er nannte die Straßenbahn das " effizienteste Verkehrsmittel".
Christdemokrat Gelinsky und Thomas Rehme (SPD) forderten von den Beteiligten mehr Konzentration auf Landkreisthemen. " Die Stadtbahn ist ein Thema für die Stadt", sagte Rehme. Bis auf die beiden Grünen-Teilnehmer stimmte der Ausschuss dem Nahverkehrsplan zu. Trotz seiner Enthaltung bei der Abstimmung sagte Jürgen Ebert von den Grünen: " Da steht viel Gutes drin."
Der Plan sieht unter anderem die Verfolgung des OS-Bahn-Konzepts mit einem 30-Minuten-Takt auf dem Haller Willem vor. Vehrte und Alfhausen sollen als Haltestellen aufgenommen werden. Auch bedarfsgestützte Busse sollen eingeführt werden. Dort legen die Einwohner fest, wann ein Bus fährt. Außerdem soll die digitale Fahrplanauskunft für mobile Geräte und mit Echtzeit auskünften verbessert werden.
Das letzte Wort haben am Montag, 16. Dezember, die Mitglieder des Kreistages und einen Tag später die des Osnabrücker Rates.


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