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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabrücker Zoo zweitbester Tierpark in ganz Europa
Zwischenüberschrift:
Experte lobt vor allem den kaufmännischen Bereich
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Osnabrücker Zoo hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung hingelegt. Das drückt sich nicht nur in den Besucherzahlen, sondern auch in neuen Gehegen und einer verbesserten Tierhaltung aus. Die Anstrengungen haben sich gelohnt: Der internationale Zooexperte Anthony Sheridan stuft den Tierpark am Schölerberg europaweit auf Platz zwei ein.

Heute ist Sheridan zu Gast in Osnabrück. In einem Vortrag wird er ab 19 Uhr die Ergebnisse seiner Untersuchung vorstellen. Insgesamt hat Sheridan 92 Zoos in 21 europäischen Ländern untersucht. Dabei kommt der Osnabrücker Zoo in seiner " Gewichtsklasse" mit einer Besucherzahl zwischen 500 000 und einer Million Gästen jährlich (hier sind 36 europäische Zoos vertreten) auf den Silberplatz.

Für seine Expertise hat der Brite verschiedene Aspekte in den Fokus genommen. " Insgesamt haben wir 37 Faktoren untersucht", erzählt Sheridan im Gespräch mit unserer Zeitung. Diese teilen sich auf in drei Gruppen, die sich mit den Zoobesuchern, mit der Tierhaltung und - präsentation sowie mit dem kaufmännischen Bereich des Unternehmens Zoo beschäftigen. Gerade auf letzterem Gebiet könne Osnabrück überdurchschnittlich punkten, so Sheridan. Es sei den Verantwortlichen auf dem Schölerberg in den vergangenen fünf Jahren gelungen, die jährlichen Besucherzahlen erheblich bis an die Eine-Million-Grenze zu steigern. Setze man die Menge der Besucher ins Verhältnis zur Zahl der Einwohner in einem Umkreis von etwa 50 Kilometern rund um den Zoo, so zeige sich, dass der Zoo Osnabrück weit über die Region hinaus wirke.

" Das Management ist effizient strukturiert und hat für die Entwicklung des Zoos einen sehr guten Masterplan vorgelegt, der konsequent verfolgt wird", sagt Sheridan. Er bescheinigt aber nicht nur dem kaufmännischen Bereich gute Arbeit, sondern würdigt ausdrücklich auch den hohen Ausbildungsstand der Tierpfleger. Gleichzeitig, so Sheridan weiter, werde im Zoo wertvolle wissenschaftliche und pädagogische Arbeit geleistet. Den Tierbestand schätzt der britische Experte als " gut, aber nicht außergewöhnlich" ein.

Dass der Osnabrücker Zoo als einer von zwei Zoos in Deutschland nahezu ohne Zuschüsse auskommt (der andere ist der Zoo Berlin mit drei Millionen Besuchern jährlich), ist auch für Sheridan ein Novum bei deutschen zoologischen Einrichtungen. " Ich glaube aber, dass es hier irgendwann eine Änderung geben muss", bezweifelt der Experte, dass eine Zuschussquote nahe dem Nullpunkt auf Dauer zu halten sein wird. " Alle Zoos investieren in ihre Tierhaltung und - präsentation. Zum einen, um die Attraktivität zu steigern, zum anderen um die Bestimmungen der Tierhaltung zu erfüllen." Gleichzeitig stünden die Zoos zunehmend in Konkurrenz mit anderen Freizeiteinrichtungen. Allerorten würde daher weiter investiert werden müssen, auch in Osnabrück. " Der Zoo hat das bislang mit relativ wenig Geld von der Stadt geschafft. Auf Dauer wird das aber nicht gehen", sagt Sheridan.

Der Blick über die Grenze in die Niederlande drängt sich hier auf. In Emmen wird der Zoo derzeit neu gebaut Investitionsvolumen 130 Millionen Euro nach Sheridans Schätzungen. " Das ist eine enorme Summe. Wie sich das auswirkt, ist aber noch sehr fraglich."

Bildtext:
Zoo-Experte Anthony Sheridan.

Foto:
Archiv/ Dietmar Kröger
Autor:
Dietmar Kröger


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