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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Masterarbeit über Inklusion vorgestellt
Zwischenüberschrift:
Studentin begleitet Musical "Magic Journey"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das inklusive Musical " Magic Journey", das Patsy Hull-Krogull und ihr Bruder Michael Hull erfolgreich inszeniert haben, steht im Fokus der Masterarbeit von Christina Scherpenberg von der Universität Osnabrück.
Das Stück ist ein gemeinsames Vorhaben der Patsy & Michael Hull Foundation in Zusammenarbeit mit den Heilpädagogischen Hilfen (HpH) Osnabrück, Bramsche und Bersenbrück. Besonderheit: Bei " Magic Journey" tanzen im Duo stets ein Teilnehmer mit und einer ohne Handicap miteinander. Nachdem Studentin Scherpenberg das Musical beim Kongress " Bewegte Kindheit" gesehen hatte, begleitete sie es wissenschaftlich und stellte es in den Mittelpunkt ihrer Masterarbeit.
" Besonders beeindruckt hat mich, dass man bei der Aufführung nicht wahrgenommen hat, wer eine Behinderung hat und wer nicht", so Scherpenberg. Jeder habe getanzt und mitgemacht, selbst die Rollstühle, auf die einige der Teilnehmer angewiesen sind, habe man als Zuschauer kaum wahrgenommen.
Ein halbes Jahr begleitete die angehende Lehrerin das Tanzprojekt, besuchte Trainings, ging in den Schulunterricht der Tänzer und führte mit ihnen Interviews, um herauszufinden, wie das Projekt das soziale Lernen der Kinder beeinflusst. Ihr Fazit: " Die Kinder sind sich bewusst, wie wichtig es ist, zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu helfen."
Außerdem konnte sie selbst auch einiges für ihre Arbeit mitnehmen " Ich denke schon, dass mir die Erfahrungen im Unterricht weiterhelfen werden", so Scherpenberg, die bald ihr Referendariat beginnt. Sie hatte vor ihrer Masterarbeit selbst keinen direkten Kontakt mit Menschen mit Behinderung gehabt. Jetzt habe sie aber gelernt: " Wenn man ganz normal miteinander umgeht, dann läuft es auch." Ihr Tipp für andere angehende Lehrer lautet: " Man muss die Nähe zueinander suchen. Wir lernen die Theorie, aber wirklich lernt man nur durch die Praxis." Unvoreingenommen und offen aufeinander zuzugehen, lernen auch die Kinder schnell, die an dem Tanzprojekt teilnehmen. " Es wird nicht gefragt, wer was hat. Das ist irrelevant", sagt Hull-Krogull. Manche Kinder würden gar nicht sofort bemerken, dass ihr Tandempartner eine Behinderung habe.
Axel Kreutzer, Leiter der Paul-Moor-Schule in Bersenbrück, fügt hinzu: " In der Schule teilen wir die Kinder ein wenig mehr in Kategorien, das ist hier nicht so, jeder ist in seiner Rolle." Und Renate Zimmer, Professorin der Universität Osnabrück, weist darauf hin: " Bei dem Projekt gibt es keine Hierarchien, die Tandempartner übernehmen gleichwertige Rollen."

Bildtext:
Christina Scherpenberg (oben) stellte jetzt ihre Masterarbeit vor. Die Projektpartner (von links) Patsy Hull, Axel Kreutzer und Renate Zimmer freuen sich.

Foto:
Gert Westdörp
Autor:
sarr


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