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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hasestraße als Flaniermeile?
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum diskutiert über Verkehrsentwicklung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Lärmbelastung durch den Verkehr war das beherrschende Thema beim Bürgerforum Innenstadt. Die Vorschläge zur Reduzierung der Belastungen reichten von einer verkehrsberuhigten Hasestraße bis zur Werbung für ein Aktionsbündnis zur Verkehrsentlastung.

Eine Bewohnerin an der Hasestraße hatte im Vorfeld des Bürgerforums moniert: Bislang sei nicht geprüft worden, welche Veränderungen etwa eine " deutliche Reduzierung der Kfz-Menge" in einer der ältesten Einkaufstrassen der Stadt auf das umliegende Straßennetz hätte. Ihr Vorhaben konkretisierte die Frau dann auch mündlich. " Warum nicht aus der Hasestraße eine Flaniermeile machen?", fragte die Dame. Zumindest aber müsste der Busverkehr gestoppt werden, denn der führe zu unerträglichen Umweltbelastungen, wie die Anwohnerin anmerkte.

Lars Bielefeld vom Fachbereich Städtebau markierte die Hasestraße in seiner Antwort als eine Trasse mit großer Bedeutung für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). " Auch für den Autoverkehr ist sie wichtig, wobei hier der Anliegerverkehr etwa zum Parkplatz Große Domsfreiheit und die Erschließung der abgehenden Altstadtstraßen eine größere Bedeutung hat als der Durchgangsverkehr", sagte Lars Bielefeld. Die Einrichtung einer Fußgängerzone würde nicht konfliktfreie Auswirkungen auf alle Verkehrsarten haben, so die Replik der Verwaltung.

Bielefeld weiter: Die direkte Erschließung der Osnabrücker Innenstadt mit dem ÖPNV soll bestehen bleiben, um Kunden eine attraktive Erreichbarkeit zu bieten. Und: " Die Lärm- und Luftbelastungen werden sich mittelfristig durch den Einsatz von E-Bussen stark verringern lassen", so der Verwaltungsmann.

Ein Bürgerforumsbesucher bat zum Beitritt in das bereits bestehende " Aktionsbündnis Verkehrsentlastung Innenstadt Osnabrück", kurz AVIO. Gemeinsam könne man mehr für ein lebenswertes Osnabrück erreichen, sagte er. Das Bündnis fordert die Erweiterung der A 33-Nord, den Ausbau der Westumgehung und einen funktionierenden äußeren Stadtring. Davon verspricht man sich eine deutliche Entlastung des Auto- und insbesondere des Schwerlastverkehrs in der unmittelbaren Innenstadt.

Finanzvorstand Thomas Fillep begrüßte die Gründung von AVIO. " Ich finde das gut, weil die Ratsmitglieder viele Informationen brauchen." Allerdings sei es schwierig, die gewachsenen Verkehrsstrukturen zu ändern. " Die Debatte muss jetzt erst mal Fuß fassen", meinte Fillep.

Auf breite Skepsis stieß unter den rund 25 Forumsteilnehmern der Plan, den Neumarkt auf jeweils einen Fahrstreifen pro Richtung auszurichten. " Dann zeigen sie uns doch bitte mal, wie das entsprechende Verkehrsgutachten das begründet", forderte ein Bürger von der Stadtverwaltung.

Bildtext:
Beim Bürgerforum ging es um eine mögliche Verkehrsberuhigung der Hasestraße.

Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Stefan Buchholz


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