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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabrück: Finanzinvestor kauft Papierfabrik für 20 Millionen Euro
Zwischenüberschrift:
Ahlstrom trennt sich von Werk – Neues Unternehmen gegründet – "Jobs nicht gefährdet"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Papierfabrik Ahlstrom in Osnabrück mit rund 390 Mitarbeitern ist verkauft: Der Finanzinvestor Perusa aus München hat sich das Werk für 20 Millionen Euro gesichert. Jobs seien nicht gefährdet, heißt es.
Ein neu gegründetes Unternehmen soll die Herstellung von Spezialpapieren am Standort mitsamt einem Großteil der Mitarbeiter übernehmen, erklärt Manager Jürgen Oess. Er hat das Werk bislang für Ahlstrom geleitet und wechselt nun als Geschäftsführer an die Spitze des neuen Betriebes. Den Namen der neuen Firma will er aber noch nicht verraten.
Ahlstrom wird allerdings nicht ganz aus Osnabrück verschwinden. 62 Mitarbeiter werden laut Oess auf dem Werksgelände die Tapeten- und Posterpapierproduktion fortsetzen. Der finnische Konzern Ahlstrom ist dann aber nur noch Mieter auf dem Betriebsgelände.
Der weitaus größere Teil der Angestellten insgesamt 312 Mitarbeiter wechselt in das neue Unternehmen. Oess betont, dass keine Jobs durch den Verkauf auf dem Spiel stünden – " eher im Gegenteil".
Das werkseigene Kraftwerk und die Wasserversorgung sollen zudem künftig durch ein Gemeinschaftsunternehmen von Perusa und Ahlstrom geleitet werden.
Warum der Verkauf? Eigentlich hätte der Standort Osnabrück in einem neuen Spezialpapier-Konzern aufgehen sollen. Der entsteht derzeit durch die Ausgliederung und Fusion der Sparten bei Ahlstrom und dem schwedischen Konkurrenten Munksjö. Um eine Monopolstellung auf dem Markt der Spezialpapiere zu verhindern, knüpfte die EU-Kommission ihre Zustimmung zum Deal aber an eine Bedingung: Ahlstrom sollte den Standort in Osnabrück zumindest in Teilen verkaufen.
Kartellamt prüft Deal
Diese Bedingung soll mit der Übernahme durch den Finanzinvestor erfüllt worden sein, hoffen die Unternehmen. Derzeit prüfen noch das Bundeskartellamt und die EU-Kommission den Deal. " Wir gehen aber davon aus, dass wir in den kommenden Tagen das Ja bekommen", sagt Oess.
Bei einer der jetzt verkauften Sparten handelt es sich um das sogenannte Vor imprägnatgeschäft. Das Dekorpapier kommt als Oberflächenschicht bei Möbelstücken zum Einsatz etwa bei Billy-Regalen von Ikea. Der neue Betrieb soll jetzt quasi in Konkurrenz zu den ehemaligen Schwesterunternehmen produzieren.

Bildtext:
Neuer Besitzer: Ahlstrom hat die Papierfabrik in Osnabrück verkauft.

Foto:
Michael Gründel
Autor:
Dirk Fisser


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