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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Klimagipfel im Schatten des Taifuns
Zwischenüberschrift:
Globales Treffen in Warschau eröffnet – Gedenken an Opfer auf den Philippinen
Artikel:
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Originaltext:
Warschau. Das Ringen um ein neues Klima-Abkommen geht in die nächste Runde: Am Montag ist in Warschau der 19. Klimagipfel der Vereinten Nationen eröffnet worden. Zum Auftakt wurde der Opfer des Taifuns " Haiyan" gedacht.
In der Eröffnungszeremonie bezeichnete die Chefin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres, den Klimawandel als riesige Herausforderung: " Wir werden entweder alle zusammen gewinnen oder verlieren." Zugleich zeigte sich die Klimadiplomatin aus Costa Rica zuversichtlich, dass in Warschau Fortschritte erzielt werden können.
Der Auftakt des Gipfels stand unter dem Eindruck des verheerenden Taifuns " Haiyan", der auf den Philippinen mehr als 10 000 Menschen das Leben gekostet hat. " Wir begleiten mit unseren Gedanken und Gebeten die Menschen auf den Philippinen, in Vietnam und Südost-Asien", sagte Figueres. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Intensität tropischer Wirbelstürme durch die Erderwärmung zunimmt.
Der Präsident der Konferenz, Polens Umweltminister Marcin Korolec, rief zu gemeinsamem Handeln gegen die Erderwärmung auf. Er betonte, dass alle Staaten ihren gerechten Beitrag leisten müssten. Das Gastgeberland Polen lehnt schärfere Klimaschutz-Ziele der EU ab, solange große Kohlendioxid-Produzenten wie China und die USA nicht vergleichbare Anstrengungen unternehmen. Bei der Energiegewinnung setzt Polen fast ausschließlich auf die besonders CO 2 - intensive Kohle.
Auf der zweiwöchigen Konferenz wird über einen neuen Klimavertrag beraten, der 2015 besiegelt werden und 2020 in Kraft treten soll. Das neue Abkommen soll Klimaschutz-Ziele für alle Staaten enthalten, auch für die großen Schwellenländer und die USA, die sich bislang international nicht binden wollten.
Bei dem Gipfel geht es auch um finanzielle Unterstützung für arme Staaten im Kampf gegen die Erderwärmung. Die Hilfsorganisation Oxfam warf den Indus trieländern vor, ihre finanziellen Zusagen nicht zu erfüllen. Die Klimahilfen zahlreicher reicher Staaten gingen zurück, obwohl sie eine Steigerung zugesichert hätten. Dadurch würden die Verhandlungen über das neue Abkommen gefährdet.
Die Delegierten werden darüber hinaus über den Umgang mit Schäden beraten, die der Klimawandel verursacht. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob Küsten- und Inselbewohner entschädigt werden sollen, die ihre Heimat aufgrund des steigenden Meeresspiegels verlieren.

Bildtext:
Spuren der Verwüstung hat Taifun " Haiyan" im philippinischen Tacloban hinterlassen. Werden Wirbelstürme durch den Klimawandel intensiver?

Foto:
Reuters
Autor:
epd


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