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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zoo trennt sich von Ausreißer
Zwischenüberschrift:
Manteläffchen Lubaya geht nach Spanien
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Zwei Wochen lang hielt das entwischte Mantelaffen-Weibchen Lubaya die Stadt in Atem. Weil es sich in seiner Gruppe nicht mehr wohlfühlt, muss es den Zoo Osnabrück jetzt verlassen. In Spanien soll die sechsjährige Ausreißerkönigin gemeinsam mit ihrem männlichen Artgenossen Usuri eine Familie gründen.
Lubaya war Ende September zum wiederholten Mal aus ihrem Gehege im Takamanda-Revier ausgebüxt und blieb bis Anfang Oktober verschwunden. Sie durchstreifte den Wald am Schölerberg und traf immer wieder auf Menschen, die den Affen mit Bananen und Kartoffeln fütterten. Lubaya ließ sich jedoch weder einfangen noch betäuben. Der Zoo ließ das abenteuerlustige Äffchen schließlich gewähren, bis es ihm im Keller eines Hauses doch noch in die Falle ging.
Krank und geschwächt von ihrer Flucht, wurde Lubaya zunächst abgeschottet und verbrachte knapp 14 Tage auf der Quarantänestation. " Lubaya war stark überzuckert durch die Fütterung mit Obst und hatte Durchfall, wodurch sie an Gewicht verlor. Das haben wir jedoch schnell in den Griff bekommen", sagt Revierleiter Wolfgang Festl. Inzwischen gehe es der Ausreißerin wieder gut. Zusammen mit dem vierjährigen Mantelaffen-Männchen Usuri lebe sie nun in einer Voliere nahe der Pinguinanlage. Gemeinsam warten die beiden auf ihren Abtransport in den 2500 Kilometer entfernten Tierpark Selwo Aventura bei Málaga.
Denn ein Zurück in die Osnabrücker Gruppe gibt es für sie nicht. " Wir haben Lubaya nicht in die Mantelaffengruppe zurückgebracht, weil wir vermuten, dass Spannungen zwischen den Tieren zu Lubayas Ausflug geführt haben könnten", erklärt Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo. " Deswegen haben wir nach einem neuen, schönen Zuhause für sie gesucht." Der Transport nach Spanien soll in den nächsten Wochen stattfinden. Dort können Lubaya und Usuri dann eine eigene Familie gründen, so der Biologe. Das entspreche dem natürlichen Verlauf. Auch in freier Wildbahn würden manche Tiere ihre Gruppe verlassen, um sich fortzupflanzen, so Wulftange.
Überraschend kommt für den Zoo nur der Zeitpunkt. Denn Lubaya war nach Angaben von Revierleiter Festl erst im Frühjahr aus Dresden nach Osnabrück gekommen. " Eigentlich hätte sie ein bis zwei Jahre bleiben sollen. Aber die Tiere haben uns eines Besseren belehrt."
Autor:
sst


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