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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Hauptschlagader der Wasserversorgung wird erneuert
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke tauschen in Bramsche-Hesepe einen Teil der Transportleitung vom Wasserwerk Thiene nach Osnabrück aus
Artikel:
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Originaltext:
Bramsche/ Osnabrück. Die Wasserleitung vom Wasserwerk Thiene nach Osnabrück ist eine " Hauptschlagader" im Versorgungssystem der Stadtwerke Osnabrück. Nach Jahrzehnten der intensiven Nutzung sind die Rohre teilweise porös geworden und werden deshalb im Bereich Hesepe auf einer Länge von rund einem Kilometer ausgetauscht.
Das Bild von der " Hauptschlagader" wählt Joachim Nolte, der Verantwortliche für Wasserbereitstellung bei den Stadtwerken Osnabrück: " Wir haben einen Bedarf von elf Millionen Kubikmeter Wasser jährlich für unser Versorgungsgebiet", erklärt Nolte. Und diese elf Millionen Kubikmeter, umgerechnet elf Milliarden Liter, kommen zum größten Teil aus den Wasserwerken in Wittefeld und eben in Thiene bei Alfhausen.
Von dort aus geht es durch ein Leitungsnetz von rund 20 Kilometer Länge in die Kreisstadt. Dafür werden überwiegend Graugussrohre verwendet, die in den 1950er-Jahren verlegt wurden " und sich als sehr korrosionsbeständig erwiesen haben", so Nolte weiter. Nur eben auf dem kurzen Abschnitt von einem Kilometer bei Hesepe, da sei in den 1970er-Jahren ein sogenanntes " duktiles Gussrohr" verwendet worden. " Damals war das der neueste Stand der Technik", blickt Nolte zurück. Doch heute müssten die Experten feststellen, " dass diese Art von Rohren doch recht rostanfällig ist". Dass sie damals überhaupt verlegt worden seien, habe mit dem Ausbau der Bundesstraße 68 zu tun gehabt. " Dafür musste unsere Leitung umgelegt werden."
Im vergangenen Jahr sei es bere its mehrfach nötig gewesen, das Rohr an einigen Stellen zu flicken. " Jetzt aber haben wir uns zu einem Austausch entschlossen, um langfristig Ruhe zu haben", so Nolte weiter. Denn: " Es ist ja nicht gut, wenn es aus der Hauptschlagader spritzt."
Rund eine halbe Million Euro geben die Stadtwerke Osnabrück nun aus, um neue Rohre ins Erdreich zu bringen. " Es ist eine recht aufwendige Arbeit, da die Leitungen im Grundwasser liegen", erläutert Nolte. Das Grundwasser müsse in den Abschnitten, in denen gearbeitet werde, jeweils abgepumpt werden. Zudem habe sich auch in den vergangenen Jahren die Umgebung erheblich verändert. " Wir arbeiten teilweise an Häusern oder Gärten entlang, die es früher noch gar nicht gegeben hat", so Nolte.
Mitte bis Ende November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Sanierung wird extra im Herbst durchgeführt: " Da ist es für die Arbeiter vor Ort zwar nicht so angenehm. Aber es wird weniger Wasser verbraucht", erklärt Nolte.
Das ist wichtig, denn derzeit wird vom Wasserwerk Thiene aus über Wittefeld umgeleitet. Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird von beiden Standorten das Wasser mit jeweils 16 bar nach Osnabrück gepumpt. Ein enormer Druck, für den die " Hauptschlagadern" topfit sein müssen.
Die Wasserversorgung in Osnabrück wird von den Bauarbeiten übrigens nur in geringem Umfang beeinträchtigt. Die Stadtwerke sprechen von der Möglichkeit unbedenklicher Trübungen sowie vorübergehender Druckschwankungen im Leitungsnetz. Im Bereich Sutthausen und Nahne hat sich darüber hinaus die Wasserhärte vorübergehend von " mittel" zu " hart" geändert, da ein Teil der Versorgung derzeit durch das Zuschalten von Reservebrunnen im Stadtgebiet abgedeckt wird

Bildtext:
Den Baufortschritt besprechen Joachim Nolte (Stadtwerke Osnabrück) sowie Klaus Blomberg (Kögel Bau) und Stefan Ludwig (Ingenieurbüro Ludwig und Sohn).
Auch in die andere Richtung sind die Erdbewegungen auf mehreren Hundert Metern zu sehen.

Die Heseper Hauptstraße ist wegen der Leitungsverlegung derzeit auf einem kurzen Abschnitt nicht passierbar.

Fotos:
Björn Dieckmann
Autor:
bjd


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