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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lernen und kraftvoll zubeißen
Zwischenüberschrift:
Apfelfest im Schölerberg-Museum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mitmachaktionen für Kinder, selbst gemachter Apfelkuchen und Apfelsaft, Informationen über alte Sorten und die Bestimmung mitgebrachter Äpfel durch einen Fachmann das alles bot am Sonntag das Apfelfest des Museums am Schölerberg.

Eine lange Schlange bildete sich immer wieder am Stand des Pomologen Hans-Joachim Bannier. Der Apfel-Fachmann kann 500 bis 600 Apfelsorten unterscheiden. Daher kamen viele Besucher mit Äpfeln aus dem eigenen Garten zu ihm, um diese bestimmen zu lassen. Karin Retemeyer beispielsweise hatte zwei der fünf Apfelsorten aus dem Garten ihres Großvaters mitgebracht. Ihre Mutter habe zwar noch gewusst, was für Äpfel das seien, doch das Wissen sei verloren gegangen. " Sie hat immer gesagt, die Äpfel von dem Baum sind für Apfelkuchen, die von einem anderen für Saft und die dritten zum Einlagern", erinnerte sich Retemeyer.

Auch Familie Wilmes hatte Äpfel mitgebracht. " Wir haben ein altes Haus mit einem Apfelbaum im Garten gekauft und wollten wissen, was das für eine Sorte ist", erklärte Carsten Wilmes. " Das ist ein Cox Orange", stellte Bannier fest. Den würde er eigentlich nicht empfehlen, doch Wilmes′ Baum habe offensichtlich einen guten Standort, sonst wären die Äpfel nicht so groß.

" Um 1900 gab es 1000 bis 2000 Sorten, und viele Bäume sind immer noch vorhanden", berichtete der Pomologe. Ein Bruchteil dieser alten Sorten wurde beim Apfelfest ausgestellt und verkauft.

Gerade für Kinder gab es beim Apfelfest viel zu entdecken, unter anderem eine Malaktion, eine Leseecke und ein Apfelquiz.

Am Stand der Umweltverbände NABU und BUND konnten Kinder mit einer Presse selbst Apfelsaft herstellen. Bruno (8) und Johann (5) fanden das gar nicht schwer. Sie pressten aus 14 Äpfeln drei Gläser Saft. " Aber die waren nicht sehr voll", stellte Bruno fest.

Am Stand der Landfrauen hingegen konnten die Besucher Obst und Gemüse wie Äpfel, Birnen, Pflaumen, Möhren und Kartoffeln ertasten. " Unser Fühlhaus wird sehr gut angenommen, und manche Kinder sind total fit", berichtete Almut Detert. Auch die Apfelwaffeln der Landfrauen fanden reißenden Absatz.

Wer einen Apfelkuchen den Waffeln vorzog, war am Stand der Schülerfirma " Coole Schule" der Carl-Stahmer-Hauptschule Georgsmarienhütte genau richtig. Die Schüler boten im Museum selbst gebackenen Kuchen und Saft an. Die Äpfel für den Saft stammen von einer Streuobstwiese, die die Schülerfirma betreut und pflegt. Wer wollte, konnte eine Flasche oder einen Fünf-Liter-Kanister für daheim mitnehmen.

" Wir sind ganz froh, die Entscheidung getroffen zu haben, das Fest hier zu veranstalten", berichtete Andrea Hein vom Museum am Schölerberg. Denn zwischenzeitlich sah es so aus, als müsste die Veranstaltung wegen der Bombenräumung an den Ziegenbrink umziehen. Eine Terminverschiebung sei nämlich keine Option gewesen, da Obstexperte Bannier nur an diesem Wochenende Zeit gehabt habe, so Hein. Und bei unbeständigem Wetter biete das Museum einfach die besten Möglichkeiten.

Bildtexte:
Natürlich gab es beim Apfelfest auch die Gelegenheit, Äpfel zu probieren: Henrieke (4) und Mathilda (6) testeten zwei der angebotenen alten Apfelsorten.
Bis zu eine Stunde Wartezeit nahmen die Besucher in Kauf, um Apfel-Fachmann Hans-Joachim Bannier zu sprechen.

Fotos:
Egmont Seiler


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