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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neumarkt: Jetzt kann jeder seine Meinung sagen
Zwischenüberschrift:
Die Planungen gehen in die entscheidende Phase – Bedenken aus den Umlandgemeinden
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Planungen für den Neumarkt gehen in die entscheidende Phase. Den Politikern liegt aus der frühzeitigen Beteiligung ein dickes Paket an Anregungen und Bedenken zum Einkaufszentrum und zur Neugestaltung des Platzes vor, über die der Rat im November beraten will.
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt traute sich am Donnerstagabend noch keine Begutachtung zu. Zu umfangreich, zu komplex, um darüber binnen weniger Tage zu entscheiden, sagte Katharina Pötter (CDU). Die Unterlagen mit über 150 Seiten an Anregungen und Bedenken waren den Ratspolitikern erst vor gut einer Woche zugegangen. Die Fraktionen wollen sich bis zur Ratssitzung am Dienstag, 12. November, eine Meinung gebildet haben.
Die Bebauungspläne für den Neumarkt (Nummer 525) und für das Einkaufszentrum (Nummer 600) sollen im Frühjahr 2014 verabschiedet werden. Damit wird die rechtliche Grundlage für die Neugestaltung des Platzes, den Bau eines Geschäftshauses vor dem Neumarkt Carree (H& M) und des Einkaufszentrums gelegt. Wie die Projekte umgesetzt werden können, muss im Detail geplant und mit den Investoren ausgehandelt werden.
Die Bebauungspläne befinden sich im Stadium der frühzeitigen Beteiligung. Das heißt, Träger öffentlicher Belange (wie Behörden, Gemeinden und Verbände) werden um Stellungnahme zu den Plänen gebeten. Auch jeder Bürger kann Anregungen und Bedenken äußern. Die bisherigen Äußerungen hat die Bauverwaltung zusammengefasst und zu allen Stellung genommen. Wenn der Stadtrat das Paket absegnet, tritt die Bauleitplanung in die nächste Phase: die öffentliche Auslegung. Sie dauert einen Monat und bietet jedem die Chance, Einblick in die Pläne zu nehmen und Stellungnahmen abzugeben. Erst danach ist der Stadtrat berufen, alle Einwände abzuwägen und den finalen Satzungsbeschluss zu fassen.
In den Stellungnahmen finden sich alle Argumente für und wider ein Einkaufszentrum, die bisher diskutiert wurden. Der Landkreis und die Umlandkommunen äußern ihre Sorge, dass das Center Kaufkraft aufsauge und den örtlichen Einzelhandel schädige. Diese Sorgen äußern auch Gemeinden im weiteren Einzugsgebiet bis nach Lohne, Bersenbrück und Ankum. Auch Lengerich und das angrenzende Westfalen sehen die Centerentwicklung kritisch. Die Gemeinde Ostercappeln befürchtet, dass Osnabrück mit dem Center zu dominant würde: " Die zentralörtliche Stellung Osnabrücks wird deutlich überzogen."
Der Handelsverband Osnabrück-Emsland hegt massive Zweifel an Sinn und Nutzen eines Einkaufscenters. Der Handelsverband kritisiert das Verkehrskonzept mit einem zweispurigen Neumarkt und warnt vor einem " Verkehrskollaps".
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) plädiert eindringlich für eine bessere Anbindung eines Centers an die Johannisstraße. Ein südlicher Eingang direkt an der Straße sei zwingend nötig, Die ursprünglichen Centerentwürfe sahen diesen Eingang vor, doch das Modehaus L+ T durchkreuzte mit dem Kauf der Sperrimmobilien an der Johannisstraße diese Pläne.
Zum Neumarkt-Plan nimmt auch eine 15-jährige Schülerin Stellung, die sich in einer Facharbeit mit den Center-Konzepten auseinandergesetzt hat. Sie lobt ausdrücklich die Pläne und erwartet positive Impulse.
Autor:
hin


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