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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Wie groß darf das Neumarkt-Parkhaus sein?
Zwischenüberschrift:
Kompromissvorschlag der Verwaltung: 475 Stellplätze – Centerinvestor: Damit könnten wir leben
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Im Ringen um die optimale Größe des Center-Parkhauses am Neumarkt liegt ein Kompromissvorschlag der Verwaltung auf dem Tisch. Der Tenor: Die Stadt bewegt sich auf den Investor zu.

Die Bauverwaltung schlägt vor, ein Parkhaus mit 425 Einstellplätzen für Kurzparker und weiteren 50 Dauerplätzen zu erlauben. Mit den dann insgesamt 475 Einstellplätzen kommt die Verwaltung dem Wunsch des Essener Centerentwicklers mfi sehr nahe. Der hatte als Mindestgröße 500 Stellplätze gefordert.

Die Parkhaus-Frage ist seit Beginn der Diskussionen über das Einkaufscenter ein Prüfstein für das Miteinander von Stadt und Investor. In den ersten Verhandlungen hatten die mfi-Manager ein Parkhaus mit 700 Stellplätzen skizziert. Der frühere Oberbürgermeister Boris Pistorius hatte 2011 in seinem Eckwerte-Papier die Höchstgrenze bei 500 Stellplätzen markiert. Der Stadtrat senkte diese Grenze ein Jahr später auf 350 Plätze.

Dahinter steht der Wunsch der Politiker, ein in sich geschlossenes Center zu vermeiden, in dem die Kunden reichlich Parkraum fänden und keine Veranlassung hätten, das Center zu weiteren Besuchen in der Innenstadt zu verlassen. Stattdessen sollen die Besucher in den umliegenden Garagen und Parkhäusern ihre Autos abstellen. Das würde die Passantenströme auch durch die Innenstadt lenken.

Die Bauverwaltung ist nach Untersuchung aller " schalltechnischen, lufthygienischen und verkehrlichen Auswirkungen" zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Größenordnung von knapp 500 Stellplätzen problemlos möglich wäre. Laut Verkehrsgutachten spielt die Stellplatzzahl in dieser Größenordnung keine wesentliche Rolle. Die Wirkungen eines 500-Plätze-Hauses auf die Verkehrsströme im Umfeld seien mit denen eines 350-Plätze-Hauses identisch. Zu berücksichtigen sei auch, dass die 270 Einstellplätze im alten Wöhrl-Parkhaus entfallen werden. Per saldo würden also 155 Stellplätze neu entstehen.

Die Entscheidung trifft im November der Stadtrat. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt traute sich in der vorigen Woche noch kein Urteil zu. " Wir haben noch Beratungsbedarf", sagte Grünen-Ratsherr Jens Meier. Auch die anderen Fraktionen wollen das Thema zunächst intern erörtern.

Center-Investor mfi hat sich schon eine Meinung gebildet: " Wir könnten mit dem Vorschlag leben", sagte am Montag mfi-Projektmanager Nils Pepeet. " Wir sind kompromissbereit." Der Vorschlag liege nahe an der ursprünglichen Mindestforderung. Zusammen mit den 50 Plätzen für Dauerparker würde das Parkhaus eine akzeptable Größe erreichen.

Die Bauverwaltung hat bei ihren Prüfungen noch eine überraschende Zahl ermittelt: Nach der Niedersächsischen Bauordnung müsste mfi für ein Einkaufszentrum mit 21 500 Quadratmetern zwischen 1075 und 2150 Stellplätze nachweisen.

Bildtext:
Das alte Wöhrl-Parkhaus mit 270 Stellplätzen soll dem geplanten Einkaufszentrum weichen. Im Center könnte es nach Vorstellungen der Verwaltung eine Parkgarage mit 475 Stellplätzen geben.

Foto:
Hinrichs


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