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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kaufleute klagen über Sperrung
Zwischenüberschrift:
Deutlich weniger Kunden in der Hasestraße – Stadt bei Verkehrsführung unnachgiebig
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Sperrung der Hasestraße wegen der Bauarbeiten an der Angers-Brücke über die Hase macht den Geschäftsleuten an der Straße zu schaffen. Gerüchte, die Arbeiten würden sich bis Ostern 2014 hinziehen, brachten das Fass jetzt fast zum Überlaufen. Die Stadt versucht zu beruhigen: Die Arbeiten lägen voll im Zeitplan, heißt es aus dem Rathaus.

Ab Oktober soll wieder die Brücke für Fußgänger und Radfahrer geöffnet werden. Ende 2013 soll der Übergang über die Hase auch für den Autoverkehr wiederhergestellt werden können, sagte Gerhard Meyering vom Presseamt der Stadt auf NOZ-Anfrage.

Christopher Hönings, Geschäftsführer der Gaststätte Manolo, ist dennoch sauer: " Für die Planung hat die Stadt die Note sechs verdient." Die Vollsperrung der Brücke führe dazu, dass nicht mal mehr Fußgänger ohne größere Probleme in die Hasestraße gelangten. " Weniger Publikum heißt weniger Umsatz", sagt Hönings und bemängelt die schlechte Ausschilderung. Auch die Information der Anlieger durch die Stadt ist in seinen Augen zu spät erfolgt.

Am 24. April seien die Ankündigungsschreiben in alle Briefkästen an der Hasestraße verteilt worden, nimmt der Mann vom Presseamt seine Kollegen in Schutz. Gleichzeitig sei die Interessengemeinschaft Hasestraße über das Bauvorhaben informiert worden, das dann am 6. Mai losging. Die Vorwarnzeit sei dennoch viel zu kurz gewesen, findet Oliver Balke, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Hasestraße: " Eine Woche, das ist ein bisschen wenig. Wir wurden im Grunde vor vollendete Tatsachen gestellt." Es führen eindeutig wesentlich weniger Pkw durch die Straße. " Das merkt man deutlich", klagt der Geschäftsführer von TV-Busmann.

Außerdem sei die Stadt auch nicht auf die Vorschläge der Kaufleute für eine vorübergehende Änderung der Verkehrsführung eingegangen: Ihnen war die jetzt gewählte Umleitung über die Dielingerstraße zu weit. Deshalb hatten sie vorgeschlagen, den Autos, die vom Hasetor Richtung Rißmüllerplatz fahren, die Möglichkeit zu geben, über den Vitihof oder die Lohstraße in die Hasestraße zu gelangen. Dazu hätte vorübergehend die Fahrtrichtung der Einbahnstraßen geändert werden müssen.

Stadtsprecher Meyering bedauert: " Alle Beteiligten, also die Polizei, die Stadt und die Stadtwerke als Verkehrsunternehmen, haben diese Lösung nicht für sinnvoll gehalten." Vor allem weil die Kurve am Vitihof für die Busse zu eng sei.

Ein Gastronom, der erst im April sein Geflügel-Schnellrestaurant am nördlichen Ende der Hasestraße eröffnet hatte, hat inzwischen schon wieder geschlossen. Ob dies an den Bauarbeiten liegt oder noch andere Gründe hat, vermochte Werbegemeinschaft-Sprecher Balke nicht zu sagen. Robert Seidler, der in unmittelbarer Nachbarschaft seine Anwaltskanzlei hat, hält einen Zusammenhang zwischen den Bauarbeiten und der Geschäftsaufgabe aber nicht für völlig aus der Luft gegriffen. Der Oberbürgermeister-Kandidat hat beobachtet, dass zahlreiche Berufsschüler, die mit der Nordwestbahn über den Bahnhof Osnabrück-Altstadt anreisen, auf dem Weg zum Berufsschulzentrum Westerberg dort ihre Mittagspause verbracht hätten. Mit der Sperrung sei damit Schluss gewesen. Kritik des FDP-Politikers: " Von der Monate dauernden Schließung wurden alle kalt erwischt." Die aktuelle Folge sei, dass Mitarbeiter entlassen werden und sogar Geschäfte schließen müssten. Seidler: " Das ist eine inakzeptable Verwaltungsleistung."

Bildtexte:
Ein Auto biegt vor der Brücke in den Vitihof ab. Die Kaufleute hätten die Einbahnstraßenrichtung lieber umgedreht.

Neueröffnung im April, jetzt ist der Geflügel-Imbiss schon wieder dicht. Folge der Straßensperrung? Foto: Michael Schwager

Mit einem Transparent gegenüber dem Bahnhof Altstadt versuchen die Geschäftsleute, wenigstens die Fußgänger auf kurzem Weg in ihre Straße zu leiten. Fotos:

Oliver Balke, Sprecher der Werbegemeinschaft Hasestraße.

Fotos:
Michael Schwager
Autor:
Michael Schwager


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