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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Center wird andere Geschäftsleute verdrängen"
Zwischenüberschrift:
OB-Kandidat Thomas Klein (Grüne) enttäuscht Marita Wültener
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Oberbürgermeister-Kandidat der Grünen, Thomas Klein, provoziert mit einem Interview die Kaufmannschaft. Das Neumarkt-Center " wird wahrscheinlich zu einer Verdrängung anderer Geschäftsleute führen", sagte Klein im Gespräch mit der Inhaberin des griechischen Altstadt-Feinkostladens " Igonia", Marita Wülteler. Dem fügte er hinzu, dass das in der Gesellschaft eben so sei: " Manche können sich durchsetzen, manche nicht." Wülteler hatte das Interview mit Klein beim Fernsehsender os1.tv gewonnen.
Das scheinbar idyllische Gespräch bei Sonnenschein, alkoholfreiem Ökobier und Apfelschorle im neuen Café " Augusta" im Katharinenviertel könnte im Wahlkampf nach Kleins Prognose noch für Gesprächsstoff sorgen.
Die 50-Jährige sprach gezielt das große Wahlkampf-Thema Neumarkt an. Zunächst wollte sie wissen, was der 58-jährige Rechtsanwalt mit seiner Aussage " Der Platz muss fit gemacht werden für den Verkehr der Zukunft" meint. Danach ging es um das geplante Einkaufscenter und die Auswirkungen auf andere Einkaufsstraßen wie Krahnstraße, Bierstraße oder Hasestraße.
Die Beschlüsse des Stadtrats, den Verkehr künftig nur noch zweispurig über den Neumarkt fließen zu lassen, fanden bei Klein Zustimmung. Wülteler wandte ein, der Ring werde doch dann stärker belastet, was Klein unumwunden zugab. Dennoch prognostizierte er: " Wir gewinnen aber auf dem Neumarkt mehr Lebensqualität." Busse sollten etwa mit Oberleitungen viel geräuschärmer werden und Vorrang bekommen vor den Autos. 20 Prozent stärker als bisher sollen sie genutzt werden. " Und ich bin natürlich für mehr Fahrradverkehr." Wülteler blieb skeptisch: " Der Mensch ist ein Gewohnheitstier: Er wird sich trotzdem ins Auto setzen."
Zur Architektur des Einkaufscenters sagte Klein: " Wenn das so umgesetzt wird wie geplant, wird es ein sehr attraktives Gebäude werden." Auch die Stadt gewinne dadurch.
" Werde ihn nicht wählen"
Dann fügte er diesen gewagten Satz hinzu: " Es wird wahrscheinlich zu einer Verdrängung anderer Geschäftsleute führen." Manche könnten sich in der Gesellschaft durchsetzen, manche nicht.
Ob aber nicht ganze andere Viertel hinten überfallen, wollte Wülteler wissen, ob man nicht auch an anderer Stelle ein wenig investieren könnte. Die Krahnstraße sei bereits in den letzten Jahren " absolut aufgewertet" worden, entgegnete Klein. Und wenn der Konkurrenzdruck steigen sollte, dann sei auch die Kaufmannschaft der Hasestraße gefragt, sich etwas einfallen zu lassen.
Damit konnte er die Inhaberin eines Geschäfts in der Hasestraße natürlich nicht überzeugen. Enttäuscht von Kleins Äußerungen, sagte sie: " Wenn die Stadt das wollte, könnte sie die Kaufmannschaft auch unterstützen." Ihr Fazit: " Ich muss gestehen: Ich werde Herrn Klein nicht wählen. Da bin ich jetzt vielleicht zu ehrlich, aber deswegen gehe ich ja auch nicht in die Politik."

Bildtext:
os1.tv verfolgt das heikle Gespräch zwischen Grünen-OB-Kandidat Thomas Klein und Marita Wültener.

Foto:
Egmont Seiler
Autor:
jaka/jcf


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