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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Rekordbesuch in den Bädern
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke: 184 000 Badegäste – Kritik an Stigmatisierung von Ferienpass-Kindern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadtwerke haben eine positive Bilanz des Bädersommers gezogen. In den sechs Ferienwochen sollen insgesamt etwa 184 000 Gäste das Nettebad, das Moskaubad und das Schinkelbad besucht haben. Als Gründe für die Rekordbesucherzahlen nannte Bäder-Chef Wolfgang Hermle das gute Sommerwetter. Zudem hätten sich die neuen Regelungen beim Ferienpass und der Einsatz der Badlotsen bezahlt gemacht, so Hermle.

Insgesamt nutzten die Osnabrücker Kinder und Jugendliche 26 240-mal ihren Ferienpass, um in eines der drei Bäder zu gehen. In den Sommerferien wurden 12 300 Besucher von den Stadtwerken im Nettebad gezählt; ins Moskaubad kamen etwa 400 Gäste weniger. Dafür stellte das Freibad in der Wüste am 2. August den Ferien-Tagesrekord mit fast 6000 Badegästen auf. An diesem Tag wurde eine Temperatur von 36 Grad gemessen. Ins Schinkelbad gingen etwa 2000 Ferienpass-Inhaber.

Den Anstieg von rund 6000 Besuchern im Vergleich zum Vorjahr begründete Hermle damit, dass zum einen das Schinkelbad in 2012 wegen der Renovierung geschlossen war. Zum anderen sei neben den sommerlichen Temperaturen die neue Eintrittsregelung für den Anstieg verantwortlich. Ferienpass-Inhaber konnten an den Wochenenden nur in Begleitung ihrer Eltern kostenfrei ins Nettebad gehen. Dies, so sagte Hermle, sei mit der Stadtverwaltung so abgestimmt worden. Diese Regelung wurde jedoch in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 24. April heftig kritisiert. " Es gab dort keine Regelung mit den Stadtwerken", sagt der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Ulrich Sommer, auf Nachfrage. Vielmehr sei eine Rückkehr zu einer Regelung gefordert worden, die es Kindern ermöglicht, fünfmal umsonst in den Ferien ins Nettebad zu gehen auch an den Wochenenden.

Von montags bis donnerstags haben erstmalig neun Badlotsen im Nettebad ihren Dienst aufgenommen. Dies habe sich bewährt, sagte der stellvertretende Leiter des Nettebads, Peter Lübker. " Viele mögliche Konflikte am Rutschenturm oder anderen sensiblen Bereichen konnten die Jugendlichen bereits frühzeitig entschärfen." Jugendliche hätten in den Duschräumen Shampoo an die Decken oder Essen von Badegästen nass gespritzt.

Vor zwei Jahren soll es vermehrt zu handfesten Auseinandersetzungen im Nettebad gekommen sein, so Hermle. Ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma soll von zwei rivalisierenden Jugendgruppen krankenhausreif geschlagen worden. Gegen 22 Ferienpassinhaber mussten die Stadtwerke Hausverbote aussprechen. In diesem Jahr wurden im Nettebad ein Hausverbot und im Schinkelbad sechs Hausverbote ausgesprochen, berichtete Gerhild Averbeck, Leiterin des Bäderbetriebs der Stadtwerke. " Aus den Reihen der Ferienpass-Kindern kommt häufig ein Anteil, der uns in Schwierigkeiten bringt", so Hermle. In 2012, als es nur zwei kostenlose Eintritte für Ferienpass-Inhaber gab, habe es kaum Konflikte gegeben, sagte der Bäder-Chef.

Ulrich Sommer wehrt sich gegen die Stigmatisierung von Ferienpass-Kindern. " Dadurch wird das Ansehen des gesamten Ferienpasses beschädigt", sagte er auf Nachfrage. Es entstehe der Eindruck, dass durch die Ferienpass-Kinder die Sicherheit in den Bädern gefährdet sei. Dem sei aber nicht so. Er hofft aber nun auf eine gütliche Regelung für die Sommerferien 2014. Darüber wollen die Stadtwerke und die Verwaltung im Herbst reden.
Autor:
Thomas Wübker


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