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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Ein grünes Auto für einen grünen Landkreis"
Zwischenüberschrift:
Zwischen Quakenbrück und Glandorf rollt täglich das Stromauto
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Landkreis Osnabrück ist etwa so groß wie das Saarland. Entsprechend lang sind auch die Dienstfahrten, die von den Landkreismitarbeitern täglich zurückgelegt werden müssen. Seit 2011 steht dafür auch ein Elektroauto vor der Tiefgarage abfahrbereit und das ist bei den Mitarbeitern offenbar sehr beliebt.
Warum das Auto vor und nicht in der Garage steht, hat zwei natürliche Gründe: Sonne und Wind. Das Auto tankt nach Aussage von LandkreisPressesprecher Burkhard Riepenhoff nämlich ausschließlich Ökostrom. Das Dach des Carports, unter dem das Auto parkt, ist dafür mit Solarzellen bedeckt. Am Rand dreht sich zusätzlich ein silbernes Windrad. Zusammen erzeugen die natürlichen Energiequellen ausreichend Strom, um das Auto zu laden.
Etwa für 100 Kilometer reiche der Akku des grünen Kleinwagens, erklärt Riepenhoff. Vom Landkreisgebäude am Schölerberg bis nach Fürstenau seien es etwa 50 Kilometer, bis nach Quakenbrück sogar etwa 60. Da könne die Akkuleistung manchmal knapp werden. " Das Elektroauto erfordert schon ein wenig Übung", sagt der Landkreissprecher und schmunzelt. Die Anzeige der noch fahrbaren Reststrecke schwanke je nach Fahrstil und Außentemperaturen. Im Winter entlade sich der Akku schneller als sonst. Riepenhoff kennt aber Tricks: " Im Windschatten von Lkw zu fahren hilft." Außerdem könne der Fahrer den Wagen beispielsweise auf rote Ampeln zurollen lassen. Die Motorbremse erzeuge dann Strom und lade den Akku wieder auf: " Unnötigerweise die Bremse zu treten ist Energieverschwendung."
Ist die Strecke jedoch zu lang, helfen auch Riepenhoffs Tricks nicht mehr. Für solche Fälle liege immer eine Kabeltrommel auf dem Rücksitz: " Auf manchen Terminen lade ich damit in der Zwischenzeit das Fahrzeug auf", sagt er. Dennoch bleibe in seltenen Fällen auch mal ein Kollege mit dem Elektrodienstwagen liegen.
Eine Order, elektrisch zu fahren, gebe es im Landkreis nicht. Die Nutzung erfolge freiwillig. Dennoch sei das Stromauto immer gut ausgebucht, freut sich Riepenhoff. Neben den Lebensmittelkontrolleuren und dem Jugendamt gehöre er selbst zu den größten Fans des Elektroautos und das nicht nur, weil ihm die Beschleunigung Spaß mache. Für ihn sei der grüne Flitzer auf Auswärtsterminen auch ein willkommener " Gesprächsöffner".
Unterhaltungen über das Elektroauto würden in vielen Fällen zu Themen der Klimainitiative des Landkreises führen. Mit ihr werde das Ziel verfolgt, dass das Osnabrücker Land bis zum Jahr 2050 nur noch mit erneuerbarer Energie versorgt werde. Für Riepenhoff ist das E-Auto vor diesem Hintergrund konsequent: " Ein grünes Auto für einen grünen Landkreis!"

Bildtext:
Als Dienstfahrzeug immer gut ausgebucht: Auch Pressesprecher Burkhard Riepenhoff ist Fan.

Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
svm


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