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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zwei Alpakas werden Therapie-Tiere in Österreich
Zwischenüberschrift:
Zoo Osnabrück gibt Hengste ab
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Osnabrücker Zoo gibt zwei Alpakas ab, die auf einem Hof in Österreich als Therapie-Tiere zum Einsatz kommen. Bei der Verabschiedung am Dienstag schaute Gizmo aus großen, runden Augen neugierig in die Journalistenrunde und ließ sich sogar streicheln. Der schwarz-weiße Domino war eher skeptisch und wollte die Bildfläche wohl am liebsten fluchtartig verlassen.
Die beiden Tiere Gizmo und Domino sind nach Österreich aufgebrochen, um dort auf einem Alpakahof als Therapie-Tiere zu " arbeiten". Gabriele Seeling und Helmut Sgarz holten die beiden Hengste ab. Seeling und Sgarz gehören zum Leitungsteam eines bereits bestehenden Alpaka-Hofes in Hessen und wollen im September dieses Jahres einen eigenen Hof in der Steiermark eröffnen. Sieben Alpakas und zwei Kamele werden dort zusammen mit Menschen untergebracht, die krank oder traumatisiert sind. Die Alpakas sollen die Patienten beruhigen und ihnen Selbstvertrauen geben. " Der Mensch geht nie auf das Tier zu, sondern das Tier auf den Menschen", erklärte Seeling, " das Tier sucht sich seinen Menschen aus."
Als Therapie-Tiere eigneten sich Alpakas besonders gut, denn " sie sind unheimlich neugierig, aber sie sind auch vorsichtig." Vom Zoo Osnabrück zeigte sich Seeling beeindruckt. Sie habe viele Zoos angesprochen, aber keiner hätte sich so intensiv mit ihrem Projekt beschäftigt. Vor allem der wissenschaftliche Mitarbeiter des Zoos, Tobias Klumpe, hatte sich um den Kontakt zum Alpakahof gekümmert. Er ist dafür verantwortlich, dass die Tiere in gute Hände kommen. " Wir bekommen häufig Anfragen", sagte Klumpe. Häufig kämen die von Privatleuten, die neugierig auf exotische Tiere seien. Von dem Projekt von Gabriele Seeling ist er dagegen überzeugt. " Man hat gemerkt, dass da viel Herzblut drinsteckt", sagte Klumpe.
Etwa zehn Alpakas leben im Kamel-Revier im Osnabrücker Zoo. Der Zoo kann allerdings nicht den gesamten Nachwuchs behalten. Etwa vier Tiere werden jedes Jahr abgegeben. Bisher seien die überschüssigen Alpakas an andere Zoos abgegeben worden und auch schon mal an Privatleute dann wird allerdings genau kontrolliert, wie die Tiere untergebracht werden, sagte Klumpe. " Alpakastuten sind immer heiß begehrt", so der Wissenschaftler. Umso glücklicher sei er, dass die beiden Hengste Gizmo und Domino nun auch ein neues Zuhause gefunden haben. " Sobald wir wieder Tiere abzugeben haben, können Sie sicher sein, sind Sie die erste Adresse", versicherte er Gabriele Seeling. Die zeigte sich dankbar für das Geschenk des Zoos: " Wir sind dankbar und stolz, dass wir die Tiere haben dürfen."
Gabriele Seeling ist jetzt schon überzeugt von den Qualitäten der beiden Alpakahengste. Dadurch, dass sie ein Jahr in ihrer Herde belassen wurden, seien sie optimal auf den Therapiealltag vorbereitet. " So sehen sie Menschen nicht als ihresgleichen an", erklärte die Heilpädagogin. Das sei wichtig, damit sie mit den Menschen keine Revierkämpfe ausfechten.
Gizmo und Domino sollen nun zunächst auf dem bestehenden Hof im hessischen Philippsthal den Kontakt zu Menschen erlernen. Dann geht es weiter nach Österreich.
Für ein Foto ließen sich die beiden Hengste dann doch noch begeistern. Möhrenstückchen sei Dank. Die Ziegen im Streichelland hatten dagegen weniger Berührungsängste: Eine ganz kecke klaute gar einer der Pressevertreterinnen ihre Pressemitteilung aus der Hand und versuchte, diese zu verspeisen. Die Pressemitteilung konnte gerettet werden.

Bildtext:
Alpaka-Hengst Gizmo gibt seiner neuen Besitzerin Gabriele Seeling zur Begrüßung sogar schon ein Küsschen.

Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
stwi


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