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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Energie-Steckbriefe für Häuser
Zwischenüberschrift:
Wie das Klima-Programm "Energetische Stadtsanierung" funktioniert
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Für Hausbesitzer wird der Klimaschutz erst interessant, wenn es ums Geld geht. Das dürfte 2014 so weit sein. Dann sollen Sanierungsmanager den Hausbesitzern in den beiden Osnabrücker Modellquartieren in der Gartlage und Dodesheide exakt sagen können, wie sie Energie sparen und Zuschüsse kassieren können.
Möglich wird das durch das Bundesprogramm " Energetische Stadtsanierung". Ziel es ist, den CO 2 - Ausstoß aus Wohnhäusern um 80 Prozent und den Wärmebedarf um die Hälfte zu reduzieren durch Dämmung, moderne Heizungen oder den Einsatz regenerativer Energien. Ins Auge gefasst werden nicht einzelne Häuser, sondern jeweils ein Viertel.
Doch wo sind die Quartiere mit dem höchsten Sparpotenzial in Osnabrück? Dazu hat Mareike Lettow vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz Berge von Daten zusammengetragen und einen Kriterienkatalog entwickelt: Die Gebäude sollten vor 1979 errichtet worden sein, das Quartier eine hohe Verdichtung aufweisen, ein hoher Anteil der Heizungsanlagen über 20 Jahre auf dem Buckel haben. Die erste Wahl fiel auf ein Quartier am Dodeshausweg mit gleichartigen Wohnblöcken, relativ alter Bausubstanz und einer überschaubaren Anzahl von Hauseigentümern. Zweites Projektgebiet wurde ein Viertel in der Gartlage nördlich der Bremer Straße, denn hier gibt es viele denkmalgeschützte Arbeiterhäuser aus den Zwanzigerjahren und mit KME und Stadtwerken in direkter Nachbarschaft potenzielle Wärmelieferanten.
Zwei Planungsbüros die Baubecon in Osnabrück und Plan 2 aus Hannover erhielten den Auftrag, den Gebäudebestand in den beiden Projektvierteln zu analysieren und Konzepte für eine effektive Energieeinsparung für die jeweiligen Haustypen zu entwickeln. Erste Ergebnisse liegen in Form von Energie-Steckbriefen vor. Im Herbst sollen die Konzepte auf dem Tisch liegen, damit im kommenden Jahr die Umsetzung starten kann.
Zentrale Funktion bei der Umsetzung der Energiekonzepte wird der Sanierungsmanager haben, der mit den Hauseigentümern sinnvolle Investitionen bespricht und, ganz wichtig, die Fördermöglichkeiten erklärt.
Das setzt voraus, dass die Bundesregierung am Förderprogramm festhält. Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz, geht davon aus, dass das Bundesumweltministerium die Förderung fortführt. " Die Zusammenarbeit klappt bislang ganz hervorragend", sagt er. Die laufende Konzept- und Planungsphase kostet nach Angaben der Verwaltung 100 000 Euro. Ein Drittel trägt die Stadt.

Bildtexte:
Das Quartier am Dodeshausweg in der Dodesheide (hier Blick vom Ickerweg in die Schlesische Straße) soll nach Vorstellungen der Stadt energetisch saniert werden wenn die Eigentümer mitziehen und die Bundesregierung die Klimaschutzförderung fortsetzt.

Denkmal- und Klimaschutz sind vereinbar: Die früheren Arbeiterwohnungen an der Liebigstraße sollen den Beweis liefern.

Fotos:
Jörn Martens
Autor:
hin


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