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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Halbe Milliarde für Energiewende
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Deutsche Bundesstiftung Umwelt förderte 258 Projekte im Jahr 2012
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat in den vergangenen 22 Jahren 530 Millionen Euro in über 380 Projekte für die Energiewende gesteckt. Das teilte die Stiftung bei der Präsentation ihres Jahresberichtes mit.

Allein im Jahr 2012, in dem Klimaschutz und Energie die Schwerpunkte waren, förderte die DBU 258 Projekte mit 47, 6 Millionen Euro. Auf Osnabrück entfielen dabei acht Projekte mit einem Volumen von 1, 15 Millionen Euro. Im regionalen Vergleich liege die Förderung in Osnabrück überproportional hoch, versicherte Fritz Brickwedde, der Ende September als Generalsekretär nach über 20 Jahren im Amt ausscheidet.

Die deutschlandweiten Programme seien " zwingend erforderlich" für das Gelingen die Energiewende, sagte er. " Sie erhöhen zudem die globalen Chancen der Unternehmen. Wir haben also eine doppelte Wirkung, eine ökologische und eine ökonomische." Die Technik zur Nutzung von Wasserkraft könne sich beispielsweise zum " Exporterfolg" entwickeln.

Gleichwohl forderte Brickwedde die Industrie zu größeren Anstrengungen für die Energiewende auf. " Sie könnte 30 Prozent an Energie einsparen bei gleicher Leistung", sagte er. Die vorhandenen technischen Potenziale würden bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Auch mittelständische Unternehmen könnten dauerhaft nur dann wettbewerbsfähig bleiben, wenn sie Energie sparsamer einsetzten.

Auch das Umweltbundesamt empfiehlt, den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben. In einem Gespräch mit unserer Zeitung sagte der Abteilungsleiter Energie, Klaus Müschen: " Die Unternehmen sollten nicht tatenlos auf die Ergebnisse der Bundestagswahl warten. Die Förderung wird nach dem 22. September vermutlich modifiziert, grundsätzlich wird sie aber weiterlaufen."

Mit Blick auf eine mögliche Überprüfung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) durch die EU-Kommission warnte er vor einer kompletten Neuregelung. " Es ist gut, das EEG an einigen Stellen anzupassen, aber wir sollten es nicht generell infrage stellen", sagte Müschen. " Es ist das wohl weltweit erfolgreichste Konzept zur Förderung erneuerbarer Energien."

Die Energieunternehmen warnte das Umweltbundesamt vor Panikmache wegen ihrer sinkenden Einnahmen aus dem Stromgeschäft " Wenn die Energieversorger einige ihrer Kraftwerke wegen Überkapazitäten vom Netz nehmen wollen, kann das marktwirtschaftlich sinnvoll sein. Es sind genügend Kraftwerkskapazitäten vorhanden, und wegen des europäischen Netzverbunds können auch andere einspringen, um die Lücke zu füllen. Es besteht also keine Gefahr, dass in Deutschland die Lichter ausgehen."

DBU-Generalsekretär Brickwedde nannte als Beispiel für Energiesparen einProjekt, durch das 30 Prozent weniger Strom bei der Autolackierung benötigt werde. Die Entwicklung leistungsfähigerer Akkus sei unterstützt worden und die energiesparende Sanierung vor allem von öffentlichen Gebäuden. " Wir können nicht in den Schulen über Energieeffizienz sprechen, und gleichzeitig sind die Gebäude Energieschleudern." Er forderte mehr Engagement für den Nachwuchs. " Wir brauchen mehr Mädchen in den klassischen Männerdomänen wie der Ingenieursbranche. Und wir müssen Jugendliche mit Migrationshintergrund stärker fördern."

Wirtschaftlich steht die DBU gut da. Das Stiftungskapital wuchs auf zwei Milliarden, der Nettoertrag kletterte um acht Prozent auf 108 Millionen und die Rücklagen liegen bei 60, 3 Millionen Euro.
Autor:
Fabian Löhe


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