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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eine Tour voller Höhepunkte
Zwischenüberschrift:
Spannend und sportlich: Auf acht Kilometern rund um den Piesberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Diese Tour ist herausragend: Wer rund um den Piesberg wandert, erfährt viel über die Geologie und Bergbaugeschichte des Osnabrücker Landes, gewinnt neue botanische Erkenntnisse und wird obendrein mit tollen Aussichten belohnt.
Wir starten unsere Serie " Aktiv in den Ferien" mit einem Freizeitprogramm, das zum Schönsten und Abwechslungsreichsten gehört, was die Region zu bieten hat. Als Ausgangspunkt für die Wanderung bietet sich der Parkplatz am Grubenweg im Wallenhorster Ortsteil Lechtingen an (Zufahrt über Osnabrücker und Pyer Straße). Zunächst führt ein asphaltierter Weg in den Piesberg. Nach etwa 100 Metern müssen sich Wanderer entscheiden, ob sie geradeaus weitergehen wollen. Wer rechts abbiegt, muss später am Südstieg rund 300 Stufen hinaufsteigen. Geradeaus ist nach wenigen Minuten die erste von drei Aussichtsplattformen erreicht, die einen grandiosen Einblick in den Steinbruch ermöglicht. An Werktagen herrscht hier reger Betrieb (inklusive der regelmäßigen Sprengungen in der Mittagszeit). Das abgebaute Karbonquarzit findet als Schotter vor allem im Straßenbau Verwendung.
Auf halber Strecke zur Felsrippe lohnt sich ein Abstecher ins Arboretum des früheren Bergwerksdirektors Johann Rudolf Pagenstecher. Der Mitte des 19. Jahrhunderts angelegte Baumpark führte lange einen Dornröschenschlaf. Heute lockt vor allem der 150 Jahre alte Mammutbaum, der mit einer Höhe von 42 Metern und einem Stammumfang von 6, 70 Metern einzigartig im Osnabrücker Land ist.
Nach einem gleichmäßigen, etwas anstrengenden Anstieg gelangen Wanderer auf den höchsten Punkt des Piesberges, der seit gut einem Jahr um eine echte Attraktion reicher ist. Am knallroten Stumpf eines ausgedienten Windgenerators hängt eine vier mal sieben Meter große Plattform. Gipfelstürmer stehen oben fast 200 Meter über dem Meeresspiegel und haben an klaren Tagen eine tolle Fernsicht. Familiengerecht wird auf Infotafeln erklärt, was in der Umgebung zu sehen ist.
Nach dem Abstieg über die imposante Treppenanlage geht es entlang der Feldbahnschienen und einmal sogar durch eine Art Wild-West-Canyon Richtung Fürstenauer Weg und Museum Industriekultur. Eine Brücke führt über das Gelände der Piesberger Steinindustrie, links ist die ehemalige, inzwischen vollständig abgedeckte Mülldeponie zu sehen.
Vom südlichsten Punkt des Wanderweges geht es weiter über den 2009 entstandenen, naturnah gestalteten Waldpfad zur Ruine des Stüveschachtes. Von dort ist es nicht mehr weit bis zur dritten Aussichtsplattform, die einen Blick nach Norden bietet. Entlang der Nordrandhalde gelangen Wanderer schließlich zum Ausgangspunkt am Grubenweg in Lechtingen zurück.
Wer sportlich ambitioniert ist, kann die rund acht Kilometer lange Strecke auch im Joggingtempo zurücklegen. So oder so wird unterwegs deutlich: Auch ohne Planungen für eine Bundesgartenschau hat sich der Piesberg zu einem außergewöhnlichen Naherholungsgebiet entwickelt.
Internet: Das Projektbüro Piesberg hat eine Wanderkarte und Broschüren herausgegeben, die auf
www.osnabrueck.de/ 29812.asp heruntergeladen werden können.

Bildtext:
Der Aussichtsturm auf der Felsrippe hat sich zu einem weithin sichtbaren Wahrzeichen des Piesberges entwickelt. Die Plattform ist fast 200 Meter hoch.

Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
Holger Jansing


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