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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Tempo 30 nutzt dem Verkehrsfluss
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Herr Lichtenberg nimmt Stellung zu dem Leserbrief von Frau Rademacher, die die Vorteile von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts aufführt. Natürlich hat er recht damit, dass Tempo 30 für manche Straßen in Wohngebieten zu schnell ist. Aber er liegt falsch mit seiner Behauptung, dass der Schadstoffaustausch bei Tempo 30 deutlich höher sein soll als bei Tempo 50.
Leider ist seine Quellenangabe nicht mit abgedruckt. Im Folgenden gebe ich die Rechercheergebnisse des Verkehrsclubs Deutschland von 5/ 2012 wieder (im Netz zu finden unter http:// tempo30.vcd.org): ‚[...] das Vorurteil, dass sich der Spritverbrauch durch längere Fahrzeiten und hochtouriges Fahren erhöht, trifft nicht zu: Untersuchungen aus England ergaben, dass sich die Fahrzeiten nicht signifikant verlängern. Wenn Tempo 30 im dritten oder vierten Gang gefahren wird, wie Experten raten, schont das den Motor, ist leiser und führt zu geringerem Verbrauch. Zwar verbraucht ein Pkw bei Tempo 50 im vierten oder fünften Gang weniger Treibstoff als bei Tempo 30 im dritten Gang. Doch gilt dies nur für die Konstantfahrt. Den höchsten Verbrauch hat ein Auto während der Beschleunigungsphase. Tempo 30 führt zu einem gleichmäßigeren Verkehr, besonders wenn nicht kleinräumig zwischen Tempo 50 und 30 gewechselt wird. Vor allem Stickoxid [...] wird deutlich reduziert. Für den Klimaschutz bringt Tempo 30 [...] also keine Verschlechterung. Geschwindigkeitsbegrenzungen können die Feinstaubbelastung senken. Die Europäische Kommission ließ die bis November 2006 veröffentlichten Luftreinhaltepläne der Mitgliedstaaten auswerten. In dieser Übersicht finden sich Angaben über Feinstaub-Emissionsminderungen bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auf Autobahnen (Tempolimit 80 km/ h) zwischen 30 und 70 Prozent. Tempo 30 wirkt sich auf die Feinstaubemissionen zwar nicht so entscheidend aus wie ein Tempolimit auf Autobahnen, dennoch ist ein deutlicher Effekt messbar: So wurde in Berlin mit der Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 auf einer Hauptverkehrsstraße ein Rückgang der Immissionen von sechs Prozent erreicht [...]. Gleichzeitig sank [...] die NO 2 - Konzentration um 10 Prozent.′( Quelle: Umweltbundesamt 2009, Feinstaubbelastung in Deutschland). [...]
Interessant ist auch die Maßnahme der Stadt Köln: Sie werden an der Hauptverkehrsstraße Clevischer Ring jetzt regelmäßig, wenn es zu einem Überschreiten der Stickoxid-Werte kommt, die Regelgeschwindigkeit auf 30 km/ h drosseln und die Ampelzeiten auf längere Grünphasen einstellen, damit der Stop-and-go-Verkehr mit seinen hohen Emissionen reduziert wird."
Autor:
Dr. Renate Vestner-Heise


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