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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kunst und Kultur weltweit besser schützen
Zwischenüberschrift:
Oliver Scheytt will mit "marktnahem Protektionismus" Arbeitsplätze in der Kreativwirtschaft abgesichert wissen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Prof. Dr. Oliver Scheytt, Mitglied im Kompetenzteam des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück für Kunst und Kultur, hat sich dafür ausgesprochen, geistiges Eigentum im Internet besser zu schützen. In einem Gespräch mit unserer Zeitung hat Scheytt gestern gefordert, Kunst und Kultur vom Freihandel auszunehmen. " Der Warencharakter der Kunst darf nicht ihre Eigenschaft als öffentliches Gut überwiegen. Da sehe ich eine große Gefahr", sagte Scheytt. Nach seinen Worten muss das derzeit zur Beratung stehende Freihandelsabkommen so gestaltet werden, dass es im Hinblick auf Kunst und Kultur einen " marktnahen Protektionismus" gibt.
Im Hinblick auf das Internet wies Scheytt darauf hin, dass mit den Datenströmen auch " Ideen und Kreativität" übermittelt, in der Folge " abgeschöpft und genützt" würden. Das sei im Hinblick auf kreative Köpfe aus allen Bereichen " besonders sensibel". Auf diesem Hintergrund müsse das Urheberrecht im Netz gestärkt werden. Nach den Worten Scheytts muss es darum gehen, die Rechte von Autoren zu schützen, aber auch Zugänglichkeit von Informationen zu gewährleisten. " Eine Million Menschen in Deutschland leben von der Kunst- und Kreativwirtschaft. Das bedeutet Arbeitsplätze. Menschen müssen auch in der digitalen Welt Geld verdienen können", sagte Oliver Scheytt.
Scheytt forderte weiter, die Kulturarbeit des Bundes stärker nach " zukunftsweisenden Konzeptionen" zu entwickeln. Scheytt nannte das von der Bundeskulturstiftung geförderte Netzwerk Neue Musik als Beispiel konzeptioneller Kulturarbeit. Auf der Bundesebene müsse bei der Kulturarbeit " das Element der Konzeption und der Partizipation" verstärkt berücksichtigt werden. Dies betrifft nach den Worten Scheytts auch die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen der Politik. " Kultur hat immer viele Schnittstellen zu anderen Ressorts von Bildung bis Stadtentwicklung. Ich würde darauf drängen, beteiligte Akteure früh mit ins Boot zu holen." Zugleich würdigte Scheytt die Arbeit des derzeit amtierenden Kulturstaatsministers Bernd Neumann (CDU). Neumann sei es gelungen, " Kunst und Kultur immer mehr finanzielle Unterstützung zu sichern".
Als " Ruhr 2010"- Geschäftsführer war Scheytt verantwortlich für das Projekt " Kulturhauptstadt Europas 2010". Scheytt war von 1993 bis 2007 Beigeordneter der Stadt Essen für Kultur sowie von 2003 bis 2007 sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission " Kultur in Deutschland" des Deutschen Bundestages. Seit 1997 ist er Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e. V. in Bonn.

Bildtext:
Oliver Scheytt

Foto:
dpa
Autor:


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