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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gefährlich und rechtswidrig
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Die Anwohner befürchten nicht primär mehr Verkehr durch die Autobahnbedarfsumleitungen. Problematisch sind vielmehr die aus ihnen erwachsenden Einschränkungen der Planungsfreiheit, die eine vernünftige Planung im Dienste der Sicherheit angeblich verhindern. Im Gegenteil, die geplante Verbreiterung der Miquel straße wird zu einer noch höheren Verkehrsbelastung führen. Schließlich wird die Miquelstraße dadurch für den schnellen , Abkürzungsverkehr′ nochmals attraktiver.

Wohlgemerkt: Schon jetzt fahren Kraftfahrzeuge mit bis zu 77 Kilometern pro Stunde durch diese angebliche Tempo-30-Zone. Täglich donnern weit über hundert Lkw verbotswidrig durch die Straße, unbehelligt von Stadt und Polizei. Ein sicheres Überqueren der Straße ist auf dieser Rennstrecke oftmals kaum möglich. Die Folgen einer Verbreiterung für die Sicherheit der Schul- und Kindergartenkinder wären fatal.

Der von Heike Stumberg vom Fachdienst Verkehrsplanung auf der Versammlung behauptete , nachweisliche′ Sicherheitsgewinn durch Schutzstreifen in Tempo-30-Zonen ist in der Literatur nicht zu finden. Eine Anfrage an Frau Stumberg zu entsprechenden Studien blieb bislang unbeantwortet. Vermutlich existieren keine, da die zur Abgrenzung der Schutzstreifen benutzten Leitlinien und somit auch die Schutzstreifen selbst in Tempo-30-Zonen durch § 45 Abs. 1c der Straßenverkehrsordnung verboten sind. [...]

Als blanken Hohn empfinde ich im Übrigen die zur Schau gestellte Empörung Frau Stumbergs auf die Frage, warum sie nicht längst das Gespräch mit Georgsmarienhütte bezüglich der Bedarfsumleitung gesucht habe. Der Bürgerwunsch ist seit fast einem halben Jahr bekannt. Während noch am 30. Mai vor den Bürgern der Eindruck erweckt wurde, Gespräche würden ernsthaft gesucht, hieß es bereits am 4. Juni, dass sie angesichts der bereits im September beginnenden Arbeiten ohnehin sinnlos wären. [...]

Angesichts der stets betonten Ergebnisoffenheit der Bürgerbeteiligung verwundert zudem, dass für den Abschnitt Am Riedenbach nur eine einzige Planungsvariante vorgestellt wurde. Sie schließt wen wundert′s? nahtlos an die von den Anwohnern abgelehnte, hochgefährliche und rechtswidrige Variante in der Miquelstraße mit verbreiteter Fahrbahn an. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Was bleibt, ist das unangenehme Gefühl, dass hier die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer und insbesondere der hier wohnenden Kinder dem Wunsch geopfert werden soll, sich mit einer rechtlich mehr als fragwürdigen Planung Fördermittel zu erschleichen. Perfiderweise unter dem Vorwand erhöhter Sicherheit!"
Autor:
Felix Homann


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