User Online: 1 | Timeout: 05:25Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die weibliche Seite des Naturschutzes
Zwischenüberschrift:
DBU Ausstellung "Ihrer Zeit voraus" zeigt ab Montag Frauen, die sich für die Umwelt einsetzten – von Jane Goodall bis Loki Schmidt
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Jane Goodall ist eine, ebenso wie Angelika Zahrnt und Bianca Jagger, Loki Schmidt war eine und auch Elisabeth Mann Borghese: Frauen, die sich für den Schutz von Umwelt und Natur engagieren oder engagiert haben. Die Deutsche Bundestiftung Umwelt (DBU) zeigt ab Montag mit der Ausstellung " Ihrer Zeit voraus" die weibliche Seite des Umweltschutzes.
21 Porträts sind es, die im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) Einblicke geben in das Leben von Frauen, ihre Ideen und deren Umsetzung. Darunter sind Unternehmerinnen, Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen und Politikerinnen.
Die Organisatoren möchten Frauen zeigen, die einen großen Beitrag im Umwelt- und Naturschutz geleistet hätten, erläutert Hedda Schlegel-Starmann, Referentin der DBU. Die Stiftung hat die Ausstellung gemeinsam mit dem Umweltbundesministerium erarbeitet. Und das auf der Basis von belegbaren Erfahrungen: So habe die DBU in ihren Projekten und Stipendienprogrammen Frauen, die hochkompetent seien: " In den maßgeblichen Positionen aber sind sie nicht vertreten", bedauert Schlegel-Starmann als Koordinatorin des Stipendienprogramms. Unter den 30 Professoren, die aus dem Programm hervorgegangen seien, sei nur ein Drittel weiblich. Lediglich eine Handvoll Frauen wurde insgesamt von der DBU mit dem hoch dotierten Umweltpreis ausgezeichnet, der seit 1993 jährlich vergeben wird.
Die Ausstellung soll Vorbilder aufzeigen: " Junge Frauen sollen sehen, dass es geht, auch auf ungewöhnlichen Wegen, auch ohne Ausbildung", betont Schlegel-Starmann. Dabei konzen triert sich die Ausstellung auf Berufliches und Fachliches. Wie die Frauen mit Widrigkeiten auf dem Weg zum Erfolg umgegangen sind, mit welchen Strategien sie sich gegen Vorurteile wehrten, sich gegen männliche Netzwerke durchsetzten, ist kein Thema.
Unter den Porträtierten ist Elisabeth Mann Borgese. Die Tochter des Schriftstellers Thomas Mann studierte weder Ozeanografie noch Jura und war dennoch später Professorin für Seerecht. Die Sommerferien an der Kurischen Nehrung während ihrer Kindheit hatten in ihr das Bedürfnis ausgelöst, die Ozeane zu schützen. Jane Goodall wurde ohne jede akademische Ausbildung zu einer der bekanntesten Affenforscherinnen und - schützerinnen der Welt.
Weitere Frauen sind Loki Schmidt, die sich als Botanikerin einen Namen machte, Angelika Zahrnt, ehemalige Vorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz, Anita Roddick, die Gründerin der Einzelhandelskette " Body-Shop", und Petra Kelly, Grünen-Politikerin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises.
" Es ist verschenktes Potenzial", sagt Schlegel-Starmann, wenn Frauen nicht die Möglichkeit hätten, ihren Neigungen und ihrer Qualifikation gemäß arbeiten zu können. " Und zwar für alle, für die Frauen und für die Gesellschaft."

Bildtext:
Hedda Schlegel-Starmann an der Ausstellungstafel über Loki Schmidt.

Foto:
Marie-Luise Braun
Autor:
mlb


Anfang der Liste Ende der Liste