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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Überschrift:
Klares Ja zum Naturspielplatz
Zwischenüberschrift:
Jugendhilfeausschuss diskutiert Planung – Allein die FDP fordert Überarbeitung
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Der Naturspielplatz zwischen Spichernstraße und Rudolfstraße soll nach den Plänen des Landschaftsarchitekturbüros Wiebold ausgebaut werden. Dafür hat sich eine große Mehrheit im Jugendhilfeausschuss ausgesprochen. Lediglich die FDP will die Planung aussetzen lassen.
Auf der gut 2000 Quadratmeter großen Fläche zwischen Rudolfstraße, Spichernstraße, Schmidtstraße und Kokscher Straße solle ein ganz besonderer Naturspielplatz entstehen, erläuterte Planerin Doris Kube. Dazu solle auf der verwilderten ehemaligen Kleingartenanlage der gesamte Baumbestand erhalten bleiben.
Durch die Anpflanzung heimischer Gehölze, Wiesenblumen und bespielbaren Weidengebüschs werde das Gelände aufgewertet. Mit einer Wassermatschanlage, Balancier- und Klettermöglichkeiten solle es für Kinder attraktive Spielangebote geben. Auf 300 Quadratmetern sollen Kinder und deren Eltern selbst Gemüse und Kräuter anbauen können.
Gegen die im Frühjahr vorstellten Pläne hatte sich eine Anlieger-Initiative gebildet, sie sich für den Erhalt des derzeitigen Zustandes ausspricht. Einige Anwohner pflegen und nutzen das Gelände seit 20 Jahren. Deren Kinder spielen auf dem derzeit öffentlich nicht zugänglichen Areal.
Die verwilderten Kleingärten seien aber zu gefährlich für einen öffentlichen Spielplatz, sagte Ausschussvorsitzender Uli Sommer (SPD). Natur allein ziehe Kinder auch nicht an, berichtete Hartmut Damerow, Abteilungsleiter Planung und Bau beim für Spielplätze zuständigen Osnabrücker Servicebetrieb, von seinen Erfahrungen.
Oliver Hasskamp (FDP) zeigte Verständnis für Anlieger, die mehr Wildnis erhalten wollten. " Muss der Platz wirklich so durchgestylt werden?", fragte er und kündigte einen Antrag seiner Fraktion für die Ratssitzung an mit dem Ziel, die Planung auszusetzen.
Kritik an den Kosten kam vom hinzugewählten Mitglied Annette Harding. Laut Vorlage werden für alle Planungs-, Gutachter-, Bau- und Baunebenkosten rund 210 000 Euro veranschlagt. Harding sprach sich für eine " abgespeckte Variante" aus.
Die Um- und Ausbaukosten bezifferte Damerow auf 120 000 bis 150 000 Euro, davon etwa 60 000 Euro für Spielgeräte. Aufgrund der Nähe zum Stadtteil Wüste, wo der Boden zum Teil extrem mit Schadstoffen belastet war, werde in Kürze eine gründliche Bodenuntersuchung in Auftrag gegeben. Zudem werde der künftige Spielplatz auf mögliche Blindgänger überprüft. Nach den derzeitigen Plänen sollen die Arbeiten nach Ende der Brutzeit in diesem Spätsommer beginnen.
In einer Pressemitteilung unterstreichen die Liberalen ihre Forderung nach Aussetzung und Überarbeitung der Spielplatzplanung. Eine komplette Rodung auf dem Grundstück mit Ausnahme des Baumbestandes sei nicht nachvollziehbar. Lebensräume und Brutplätze wie etwa für den vom Aussterben bedrohten Zaunkönig würden zerstört.
" Wir wollen hier einen Spielplatz mit Modellcharakter für Osnabrück, wo Kinder aufgrund der Naturbelassenheit animiert werden, mit allen Sinnen die Umwelt eigenständig zu erforschen", schreiben die stadtpolitische Sprecherin Maria-Theresia Sliwka und Oliver Hasskamp.

Bildtext:
Mehr als 2000 Quadratmeter groß ist die Anlage der verwilderten ehemaligen Kleingärten zwischen Spichernstraße und Rudolfstraße. Die bisher privat genutzte Fläche soll nun öffentlicher Spielplatz werden.

Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
Ulrike Schmidt


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