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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Keine weiteren Mittel für Hochwasserschutz
Zwischenüberschrift:
Bürgermeister Pohlmann hat aber Hoffnung auf Geld vom Land
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Georgsmarienhütte. Das Land Niedersachsen wird zunächst zwar keine weiteren Fördergelder für Maßnahmen im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes der Stadt GMHütte bereitstellen, aber Bürgermeister Ansgar Pohlmann hat trotz des negativen Bescheids der neuen Landesregierung die Hoffnung auf weitere Mittel aus Hannover nicht aufgegeben: Wir sind in Gesprächen mit dem Ministerium und hoffen jetzt, dass uns ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn bewilligt wird, wenn wir mit eigenem Geld die vorgesehenen Maßnahmen realisieren.″
Dann bestände die Chance, nachträglich Fördermittel des Landes zu bekommen, wenn dies die Haushaltslage hergibt. Priorität haben nach Pohlmanns Worten die Abgrabungen Glückaufstraße (Kosten 250 000 Euro) und Am Breenbach (490 000 Euro) sowie die Verwallung des Namenlosen Gewässers Im Sutarb in Kloster Oesede (198 000 Euro). Ein neuer Förderantrag ist nach Absprache mit der Landesbehörde für die Abgrabungen an der Düte in Höhe
Glückaufstraße/ Heinrich-Schmedt-Straße auch schon wieder gestellt.
Trotz eindeutiger anderslautender Signale der früheren Umweltminister zumindest zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn haben wir mit Ausnahme des Hochwasserrückhaltebeckens in Malbergen für keine der drei weiteren gestellten Förderanträge eine positive Rückmeldung bekommen″, macht GMHüttes Bürgermeister in einer Pressemitteilung deutlich. Besonderes Unverständnis ruft bei ihm hervor, dass auch ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn nicht bewilligt wurde. Dies wäre für die zuständige Niedersächsische Landesbehörde für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und das Land unschädlich gewesen, da daraus keine grundsätzlichen Ansprüche abgeleitet werden können. Es wäre dadurch aber möglich gewesen, mit den Maßnahmen in der Hoffnung auf künftige Förderungen zu beginnen.″ Nun gelte es, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und mit den eigenen im städtischen Haushalt für das Jahr 2013 vorgesehenen Mitteln in Höhe von insgesamt 400 000 Euro tätig zu werden.
Ganz aufgegeben hat der Bürgermeister weitere Landesgelder nicht. Auf Empfehlung der NLWKN wird die Stadt im September für weitere Maßnahmen neue Anträge stellen. Zudem hofft er, dass bereits genehmigte Maßnahmen in anderen Regionen nicht umgesetzt werden können und dadurch die Anträge aus Georgsmarienhütte kurzfristig nachbewilligt werden. Pohlmann: Da wir unsere Hausaufgaben gemacht haben, stehen wir sofort bereit, um Gelder aus der EU-Förderperiode 2007–2013 bis zum Ablauf der Umsetzung im Sommer 2014 noch effizient einsetzen zu können.″
Im fortgeschrittenen Stadium sind im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes ebenfalls die Arbeiten am sogenannten Frühwarnsystem″. Dabei wird anhand von computergestützten simulierten Regendaten ein Abfluss in der Düte errechnet. Daraus lassen sich Warnschwellen ermitteln, mit dem Ziel, ab einem bestimmten Abfluss die Bewohner in einem entsprechenden Bereich mit einer Vorwarnzeit von etwa zweieinhalb Stunden zu informieren. Aktuell wird ein Alarm- und Einsatzplan für die Stadt GMHütte in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr, dem Bauhof, der Umwelt- sowie der Ordnungs- und Gewerbeabteilung erarbeitet.
Durch die Installation eines neuen Pegels bei der Brücke Am Breenbach″ können inzwischen auch Abfluss werte geliefert werden, die in das Frühwarnsystem einfließen. Reinersmann: Das Frühwarnsystem ist noch nicht komplett ausgereift, wir sind aber auf einem guten Weg.″

Bildtext:

Die Bilder des Hochwassers aus dem August 2010 sind vielen noch in allzu guter Erinnerung: Im Sutarb und an der Eisenbahnstraße.

Archiv-Fotos: Jörn Martens (3), privat
Autor:
pm/we


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