User Online: 2 | Timeout: 18:06Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Theater im Augustaschacht
Zwischenüberschrift:
AG des EMA-Gymnasiums zeigt "Gestohlenes Meer"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Hasbergen/ Osnabrück. Neues Stück, neuer Ort für die Aufführung: Heute um 19.30 Uhr zeigt die Theater-AG des EMA-Gymnasiums das Werk " Gestohlenes Meer" von Lilly Axster im Augustaschacht. Die Wahl der Gedenkstätte als Theaterbühne war naheliegend, denn das Stück thematisiert den Widerstand gegen die Nazis in den besetzten Niederlanden.
Jährlich bereitet die Theater-AG große Aufführungen vor und vollzog diesmal einen großen Schwenk: 2012 hatten die Schüler einen Loriot-Abend geprobt, diesmal geht es um die Terrorherrschaft der Nationalsozialisten. Das Stück dreht sich dabei um drei reale Figuren: Die Schwestern Truus und Freddie sowie Hannie schließen sich als junge Menschen dem bewaffneten Widerstand in den Niederlanden an.
Charakteristisch für das Stück sind die schnellen Dialoge und die durch mehrere Zeitebenen verschachtelte Handlung, erläutert Maja Bitterer, die die Theater-AG leitet. Im Zentrum steht Truus, einmal als junge Erwachsene (gespielt von Johanna Robben) und dann als 70-Jährige (Seraphine Belz). Die beiden Schülerinnen begleiteten im vergangenen Jahr Maja Bitterer nach Haarlem, wo sie an den Gedenkfeiern für die von den Nazis ermordete Hannie Schaft teilnahmen und bei dieser Gelegenheit auch die wirkliche Truus und ihre Schwester Freddie kennenlernten, die die Zeit der Besatzung überlebten.
Die verschiedenen Zeitebenen stoßen Reflexionen und Fragen an. Nicht nur, dass die 70-jährige Truus sich immer wieder fragt, ob sie anders hätte handeln können. Dies gilt etwa für die Deportation von jüdischen Kindern, die sie nicht verhindern kann. Die Schauspielerinnen sprechen auch die Zuschauer an, wodurch diese sich mit der Frage beschäftigen können, wie sie gehandelt hätten. Das karge Bühnenbild besteht vornehmlich aus Koffern Sinnbild dafür, dass die Widerständler rastlos und auf der Flucht sind.
Im Frühjahr hatten Lehrer des EMA-Gymnasiums an einer Fortbildung in Israel teilgenommen. Begleitet wurden sie von Michael Gander, Geschäftsführer der Gedenkstätte Augustaschacht. Bei diesem Aufenthalt wurde auch die Idee besprochen, in den Räumen des ehemaligen Arbeitserziehungslagers ein Theaterstück aufzuführen. Nun folgt am Mittwoch die Premiere und am Donnerstag um 11.30 Uhr eine Aufführung für Schulklassen.

Bildtext:
" Gestohlenes Meer" heißt das Theaterstück, das Schüler des EMA-Gymnasiums aufführen.

Foto:
Henning Müller-Detert
Autor:
hmd


Anfang der Liste Ende der Liste