User Online: 5 | Timeout: 10:32Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zweiter Elektrobus ab Sommer im Linienverkehr
Zwischenüberschrift:
Stadtwerkeflotte aufgestockt: 45 Insassen finden Platz – Neuer Carsharing-Stellplatz an Turnerstraße
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. In Grasoptik und mit gelbem Löwenzahn springt der neue Elektrobus der Stadtwerkeflotte dem Bürger ins Auge. Zusammen mit dem 2011 in Betrieb genommenen E-Kleinbus befährt der neue sogenannte Midibus ab dem Fahrplanwechsel nach den Sommerferien eine reine Elektrobuslinie im Stadtgebiet.
Von der Hamburger Straße hinter dem Bahnhof entlang zum Marienhospital bis hin zum Neumarkt führt die neue Linie. Die Inbetriebnahme des zweiten Elektrobusses, der für 45 Fahrgäste ausgelegt und doppelt so groß wie sein Vorgänger ist, bewertet Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes als " Meilenstein" in der Umsetzung des integrierten Mobilitätskonzepts. Auf einer Route können die Fahrgäste ab Sommer ohne Abgase unterwegs sein. " Dass der Bus sehr leise ist, ist ein Nebeneffekt mit großer Bedeutung", sagte Rolfes bei der Präsentation des Fahrzeuges am Dienstag.
Zwar seien die elektrischen Fahrzeuge deutlich teurer als normale aber: " Auf langfristige Perspektive tun uns elektrische Fahrzeuge gut", versprach Rolfes. Strom werde zwar teurer werden, Diesel jedoch noch teurer.
Die Reichweite des Midibusses beträgt etwa 150 Kilometer. Genug, um die geplante Strecke abzufahren. " Für die großen Fahrzeuge ist im Moment die kaufbare Technik noch nicht da", sagte Rolfes. Bis auch die längeren Strecken im E-Bus zurückgelegt werden können, werde es noch Jahre dauern.
Neben dem neuen E-Bus gibt es im Stadtgebiet an der Turnerstraße jetzt auch einen weiteren Carsharing-Stellplatz mit Ladesäule. Für den achten Standort musste eine Litfaßsäule weichen. " Es ist mühsam, einen Platz zu finden", erklärte Ulla Bauer vom Fachbereich Städtebau. Ein Carsharing-Stellplatz dürfe nicht auf einer Privatfläche eingerichtet werden, sondern nur auf städtischer, die keine Verkehrsfläche ist. Außerdem soll der Stellplatz gut sichtbar sein. " An der Turnerstraße sieht man es im Vorbeifahren", sagte Ulla Bauer.
Mit dem Angebot dieser sogenannten intermodalen Reisekette, die das elektrische Fahren mit Bus, Bahn und Carsharing ermöglicht, sei Osnabrück Vorreiter. " Wir müssen einfach umdenken. Das hier ist ein sehr guter Weg", sagte Peter Wüstniehaus vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.
App bietet Infos
Informationen über die Fahrpläne des ÖPNV sowie Carsharing-Standorte können ab Anfang des kommenden Jahres mit einer App abgerufen werden. Die Entwicklung dieser Applikation gehört wie die Anschaffung sowie die Inbetriebnahme des neuen E-Busses zum Forschungsprojekt " econnect Germany". Dieses wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Bildtext:
Bei einer Probefahrt haben Stephan Rolfes (links) und Peter Wüstniehaus den neuen Elektrobus getestet. Der " alte" soll das gleiche Design erhalten.

Foto:
Hermann Pentermann

Das Förderprojekt " econnect"

Ziel von " econnect Germany" ist es, mit Forschungs- und Entwicklungspartnern bundesweit die Elektromobilität zukunftsfähig zu gestalten. Es handelt sich um ein Leuchtturmprojekt für Elektromobilität der Bundesrepublik, das Signalwirkung haben soll. Neben den Stadtwerken Osnabrück haben sich sechs weitere Stadtwerke, elf Industriepartner und vier Hochschulen zu einem Forschungsverband zusammengeschlossen. Das Projekt hat im Januar 2012 begonnen. Noch bis Mitte 2014 suchen die Teilnehmer nach Lösungen für Elektromobilität. Erforscht, entwickelt und getestet werden dabei nachhaltige und intelligente elektromobile Verkehrsanwendungen sowie die Integration der Elektromobilität in das intelligente Stromnetz der Zukunft. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit insgesamt 25 Millionen Euro gefördert.
Autor:
ngr


Anfang der Liste Ende der Liste