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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Umweltstiftungen wollen Netzwerk bilden
Zwischenüberschrift:
Gemeinsames Vermögensdepot? – "Einnahmen brechen weg"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Hannover. Ein Großteil der rund 200 Umweltstiftungen in Niedersachsen will sich zu einem privaten Netzwerk zusammenschließen. Hintergrund: Wegen der extrem niedrigen Kapitalmarktzinsen brechen den gemeinnützigen Einrichtungen die Erträge weg.
Bei der Vorstellung der Jahresbilanz der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung (NBU) teilte Geschäftsführer Karsten Behr in Hannover mit, dass am 13. Juni eine Zusammenkunft zur Gründung eines gemeinnützigen Vereins stattfinden solle. Ziel des bundesweit bislang einzigartigen Regionalbündnisses sei es unter anderem, ein gemeinsames Vermögensdepot anzulegen und so die Ausgangsposition im Anlagebereich zu verbessern.
Behr unterstrich, gerade kleine Stiftungen zum Beispiel auf Landkreisebene hätten zunehmend Probleme, das Vermögen noch so gewinnbringend anzulegen, dass sie Aufgaben und Projekte finanzieren könnten. Der Geschäftsführer beteuerte jedoch, dass alle Stiftungen ihre Selbstständigkeit behalten sollten und man nur ein loses Netzwerk bilden wolle.
Die Bingostiftung selbst hat nach eigenen Angaben im letzten Jahr 356 Projekte mit 5, 84 Millionen Euro unterstützt. Die Mittel, die sich vornehmlich aus der Bingo-Lotterie speisen, seien in erster Linie dem Naturschutz zugutegekommen.
Für das laufende Jahr hofft die Gesellschaft, erstmals die Fördersumme von sechs Millionen Euro überschreiten zu können. Seit 2009 sind 1156 Maßnahmen mit 18, 6 Millionen Euro von der NBU unterstützt worden; die dadurch ausgelösten Investitionen betragen nach Angaben der Gesellschaft 80 Millionen Euro.
Die Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Annemarie Zachow, verwies außer dem Naturschutz auch auf Projekte für die Denkmalpflege sowie die Entwicklungshilfe. Zu den Aktivitäten zähle ferner die Unterstützung des freiwilligen ökologischen Jahres. Dies alles werde mit sehr geringen Verwaltungskosten von 7, 6 Prozent der Gesamtmittel bewältigt.
Zum 25-jährigen Jubiläum 2014 kündigten Zachow und Behr unter anderem ein Sonderprogramm zur Schaffung und Sicherung von Streuobstwiesen an. Nach Möglichkeit solle in jedem Landkreis in Niedersachsen ein eigenes Projekt umgesetzt werden; die Stiftung wolle dafür zusätzlich 45 000 Euro zur Verfügung stellen.
Autor:
Hans Brinkmann


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